Hülkenberg ersetzt Perez in Silverstone

Die überraschende Rückkehr von Nico Hülkenberg in die Formel 1 ist offenbar perfekt. Wie der deutsche Rennfahrer dem Fernsehsender RTL am Freitag bestätigte, soll er beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone das Cockpit von Sergio Perez beim Team Racing Point übernehmen. Der Mexikaner war am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden und befindet sich in Quarantäne.

Er kann daher beim Rennen am Sonntag nicht antreten und muss kurzfristig ersetzt werden. Eine Bestätigung für den Fahrerwechsel gab es zunächst nicht, da noch verschiedene Formalien zu klären waren. Unter anderem musste ein negativer Corona-Test von Hülkenberg vorgelegt werden, der Voraussetzung für einen Einsatz ist.

Der 32-jährige Hülkenberg wurde am Freitag jedoch bereits an der Strecke in Silverstone gesehen. Er fuhr bis 2016 mit einer Unterbrechung vier Jahre für Racing Points Vorgänger Force India und ist derzeit ohne Cockpit. Zuletzt war Hülkenberg von 2017 bis 2019 für Renault aktiv, im Vorjahr hatte der Deutsche keinen neuen Vertrag erhalten.

Formel-1-Fahrer Sergio Perez hat keine Erklärung dafür, wie er sich mit dem Coronavirus infizieren konnte. „Ich habe mich an alle Vorschriften gehalten“, sagte der Mexikaner in einem am Freitag auf seinem Twitter-Account veröffentlichten Video: „Ich bin wirklich traurig. Das ist einer der traurigsten Tage meiner Karriere. Es zeigt, wie verwundbar wir alle für dieses Virus sind.“

Der 30-jährige Pilot vom Team Racing Point war am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden und befindet sich in Quarantäne. Es ist der erste prominente Fall in der Formel 1. Beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone darf der WM-Sechste am Sonntag nicht antreten und muss kurzfristig durch einen anderen Piloten ersetzt werden. „Ich wollte 100 Prozent bereit sein, ich hatte ein sehr gutes Auto“, sagte Perez in dem Video.

Nach dem vergangenen Rennen in Ungarn sei er für zwei Tage mit einem Privat-Flugzeug in seine Heimat geflogen, um seine Mutter zu besuchen, die einen Unfall hatte. Anschließend ging es aus Mexiko wieder zurück nach Europa zum vierten WM-Lauf. „Ich habe es bekommen, aber ich weiß nicht, woher es kommt“, sagte Perez und ergänzte: „Das sind wirklich harte Momente, aber ich denke, dass ich davon stärker zurückkommen werde.“


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