Lösung in Sicht: Neuer Platz für Kinder in Westendorf gefunden

Seit Jahren kämpft Westendorf mit massiven Platzproblemen im Kindergarten. Nun scheint eine Lösung gefunden zu sein.

Der neue Kindergarten der Gemeinde Westendorf soll neben dem Feuerwehrhaus in Bichling entstehen.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Westendorf – Nicht zu wenig, sondern zu viel – die geburtenschwachen Jahrgänge sind in Westendorf längst Geschichte. Bereits seit einigen Jahren gibt es massiven Platzmangel im bestehenden Kindergarten. Seit 2016 brauchte es eine Sondergenehmigung des Landes, um die zulässige Höchstzahl von 80 Kindern überschreiten zu dürfen. Seither ist man auf der Suche nach mehr Platz. Als Übergangslösung wurde eine Gruppe in einen Container ausgelagert. Diese Übergangslösung dauert nun aber auch schon drei Jahre.

„Es gab schon enormen Druck auf den Schulausschuss, aber wir haben einfach keinen Platz gefunden“, schildert Vizebürgermeister und Ausschuss-Obmann Walter Leitner-Hölzl (AAB). Die Idee, am bestehenden Standort zu erweitern, scheiterte an der Volksschule. Hier würde der Unterricht durch die im Freien spielenden Kindergartenkinder gestört. Nun scheint es aber Licht am Ende des Tunnels geben zu können. „Wir suchen schon seit Längerem nach einem Alternativstandort und nun hat sich eine sehr gut geeignete Fläche ergeben“, sagt Bürgermeisterin Annemarie Plieseis (WIR). Dabei handelt es sich um eine Fläche angrenzend an das Feuerwehrhaus im Ortsteil Bichling. Es sei nahe dem Ortszentrum, aber für den Kindergarten ideal gelegen, betont Plieseis. Die Kinder wären der Natur sehr nahe und es gibt in dem Bereich auch nur wenige Anrainer, die durch den Kindergarten gestört werden könnten.

Doch einen Haken hat auch dieses Grundstück. Im Raumordnungsplan der Gemeinde Westendorf ist das Grundstück als „landwirtschaftliche Freihaltefläche“ ausgewiesen. Es braucht also die Zustimmung des Landes, um die Fläche aus diesem Verwendungszeck herauszuholen. „Es besteht hier aber großes öffentliches Interesse. Ich hoffe also schon sehr, dass man im Land die Zustimmung erteilt“, sagt Leitner-Hölzl und auch Plieseis ist optimistisch. „Wir werden uns so rasch als möglich darum bemühen“, versichert die Bürgermeisterin. Dann werde man sofort mit den Planungen für den Neubau starten.

Die Zeit jedenfalls drängt, denn die Kinderzahlen liegen jährlich konstant um 100 und damit weit über den zulässigen 80 für den alten Kindergarten.

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