Im luftleeren Raum hilft für die WSG Tirol nur das Improvisieren

Morgen steht die WSG Tirol erstmals wieder am Trainingsplatz. Bis spätestens Freitag soll die Entscheidung in der Causa Mattersburg fallen.

Die Krücken gehören der Vergangenheit an – WSG-Coach Thomas Silberberger steht ab Dienstag wieder auf dem Trainingsplatz.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Wien – Wie steht’s um die Improvisationskünste von WSG-Tirol-Trainer Thomas Silberberger? Das wird sich in den kommenden Tagen zeigen, denn nach einer Besprechung mit dem Trainerteam am heutigen Montag kehrt die WSG Tirol am Dienstag nach den vormittäglichen Coronavirus-Tests am Nachmittag auf den Trainingsplatz zurück. „Wir werden komplett improvisieren müssen“, weiß der „Silbi“, der sowohl einen neuen Athletiktrainer als auch Zuwachs für die Physiotherapie-Abteilung begrüßen darf.

Ob das neue Duo bald eine Bundesliga- oder eine Zweitliga-Mannschaft betreuen wird, steht weiter in den Sternen: „Das kommentiere ich nicht, aber die Gerüchteküche brodelt natürlich“, sagt Silberberger.

Luft für SV Mattersburg dürfte dünner werden

In einem Bericht des Nachrichtenmagazins Profil war zum Beispiel zuletzt zu lesen, dass in den vergangenen zehn Jahren 250 Millionen Euro aus der Commerzialbank abgeleitet wurden. Weiters schreibt das Magazin: „Der Betrieb des Fußballvereins dürfte sehr viel mehr Geld gekostet haben, als die Bank aus eigener Kraft erwirtschaften konnte. Hier wurde offenbar ebenfalls Geld ahnungsloser Kunden eingespeist.“ Hat Martin Pucher also Geld abgezweigt? Sein Anwalt Norbert Wess verneint das. Bis spätestens Freitag soll mit einer Entscheidung zu rechnen sein. Bis Donnerstag hat der SV Mattersburg Zeit, der Bundesliga Zahlen vorzulegen. Die Luft für die Burgenländer scheint aber immer dünner zu werden.

Thomas Silberberger hat zuletzt indes italienische Luft geschnuppert. Und bis auf den Sturz eines Handys in den Hotel-Pool lief auch alles rund, die Strandspaziergänge waren Balsam für den verletzten Knöchel. „Ich bin bereit für den Trainingsplatz.“ Wer ist noch bereit?

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Dedic wird wohl Karriere beenden

Der eine oder andere Vertragslose (Soares, Rieder, Gölles ...) hat sich bereits angekündigt, drei Testspieler werden ebenfalls mit von der Partie sein. „Es werden schon 17 bis 18 Spieler am Platz stehen“, meinte Sportmanager Stefan Köck gestern im Zuge des Amateur-Spiels gegen den SC Schwaz.

Aktuell sind der WSG ja transfertechnisch die Hände gebunden. Fix ist vorerst die Verpflichtung des 20-jährigen Mittelfeldspielers Johannes Naschberger, die sein Wörgler-Ex-Coach Denis Husic zuletzt bekannt gab. Dieser scheint aber eher ein Kandidat für das Regionalliga-Team. Immer wieder genannt – freilich nur bei einem Bundesliga-Verbleib – wird in der Gerüchteküche der Ex-Wackerianer Raffael Behounek für die Innenverteidigung. Der slowenische Angreifer Zlatko Dedic, der sich mit Immobilien ein zweites Standbein aufgebaut hat, soll indes zu einem Karriereende tendieren.


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