Die Adler sprechen Schwedisch, die Haie warten ab

Bei Kitzbühels Eishockey-Adlern schreiten die Personalplanungen voran. Innsbrucks Haie hoffen diese Woche auf „grünes Licht“.

Die eineiigen Zwillinge Linus und Pontus Wernerson (l.) sollen Kitzbühels Angriffsspiel beleben.
© privat

Von Alex Gruber

Kitzbühel, Innsbruck – Man(n) spricht in der kommenden Eishockey-Saison vermutlich auch viel Schwedisch beim EC Kitzbühel. Denn während sich das Trainer-Duo Charles Frenzen (Headcoach), Peter Ekroth (Co.) und Joakim Andersson (neuer Nachwuchs­chef) gestern laut Kitz-Präsident Volker Zeh aus dem hohen Norden in Bewegung Richtung Gamsstadt setzte, wurden auch zwei eineiige 28-jährige schwedische Zwillinge präsentiert: Linus und Pontus Wernerson, die im Lauf ihrer Karriere immer gemeinsam und die letzten drei Spielzeiten für Östersunds in Schwedens Division 1 zusammen stürmten, sollen jetzt in Kitzbühel für Tore sorgen.

„Es ist gut für uns, planen zu können, aber keiner weiß, wohin die Reise geht“, weiß Zeh, dass rund um das Coronavirus das letzte Wort noch lange nicht gesprochen ist und die damit verbundenen Auflagen sich jederzeit ändern können.

Im Gegensatz zur Bet-at-home ICE Hockey League, in der ein Transferstopp herrscht und der morgen angesetzte „runde Tisch“ mit Gesundheitsminister Anschober für Klarheit in Sachen Zuschauerzahlen sorgen soll, kann man in der Alps Hockey League seit längerer Zeit planen. Frei von der Leber weg verabschiedet Zeh so auch zwei Cracks (Henrik Hochfilzer und Thomas Mader) bereits fix in Richtung der Innsbrucker Haie: „Wir verlieren zwar zwei wertvolle Spieler, aber ich finde es auch super, dass sie in die erste Liga wechseln. Das spricht auch für unsere Arbeit.“

Über die nötigen Auflagen bezüglich der Corona-Tests für Imports weiß man Bescheid, am 17. August soll der Trainingsbeginn mit dem kompletten Kader erfolgen. Was die Zuschauerzahlen und Regelungen im heimischen Sportpark betrifft, sagt Zeh vorab: „Ohne Maske kommt keiner rein.“ Man wolle seinem auch teils älteren Stammpublikum eine sichere Atmosphäre bieten.

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Wie weit sind die Haie? Die Eigengewächse wie Lukas Bär, Clemens Paulweber und Co. sind derzeit in Telfs am Eis, unterschriftsreife Verträge für Imports verharren in der Schublade, bis man die Rahmenbedingungen kennt.

Im Innsbrucker Haifischbecken stehen Lukas Bär, Clemens Paulweber und Co-Trainer Flo Pedevilla (r.) Gewehr bei Fuß.
© Gruber

Überlegungen in der Tiwag-Arena, die Stehplätze mit Sitzplätzen auszustatten, stehen im Raum. Der Wunsch, in dieser Saison in die Olympia­halle übersiedeln zu können, wurde bei den öffentlichen Stellen deponiert. Eine Zuschauerzahl von „1600 bis 1800“ wäre laut HCI-Obmann Günther Hanschitz wünschenswert.

Fragwürdig: Anscheinend will man sich trotz laufendem Vertrag von Miha Zajc trennen. Dabei ist der 23-jährige Slowene fleißig und billig ...


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