Spartan Race 2021: Der Termin ist fix, aber der Ort nicht

Nach der Absage des Spartan Race sucht man eine neue Strecke, da Oberndorf nicht mehr Austragungsort sein will.

Diesen Anblick vom Spartan-Race-Eventgelände in Oberndorf wird es 2021 sicher nicht mehr geben.
© Sportograf

Von Harald Angerer

Oberndorf i. T., St. Johann i. T. – Nach der Absage der für 11. und 12. September geplanten Spartan-EM in Oberndorf richtet der TVB Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol seinen Blick schon auf das nächste Jahr. „Das nächste Spartan Race in der Region St. Johann in Tirol ist für den Zeitraum 10.–12. September 2021 geplant“, heißt es in einer Presseaussendung des Verbandes hoffnungsvoll.

Doch noch ist offen, wo, denn eines ist fix: Oberndorf ist nicht mehr mit im Boot. „Wir werden die Veranstaltung nicht mehr finanziell unterstützen“, stellt Oberndorfs Bürgermeister Hans Schweigkofler auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung klar. Die Gemeinde hatte in den vergangenen fünf Jahren jährlich 25.000 Euro für den Event bezahlt. „Wir haben das als Aufbauförderung für eine neue Veranstaltung gesehen, aber das ist nun nicht mehr nötig“, ist Schweigkofler überzeugt und betont: „Wir sind gerne bereit, die 25.000 Euro für nachhaltige Tourismusprojekte weiterhin aufzubringen, aber wir zahlen nicht, damit der Veranstalter mehr verdient.“ Für ihn ist damit klar, dass Oberndorf nicht mehr der Austragungsort sein wird.

Nach der Absage aus Oberndorf sind positive Signale aus den anderen Orten gekommen.
Gernot Riedel (Geschäftsführer TVB)

Nun stellt sich die Frage, wo sonst. Denn Oberndorf wurde vor fünf Jahren ausgewählt, weil dort die einzige ideale Strecke gefunden werden konnte. Nun muss also in den anderen Verbandsgemeinden St. Johann und Kirchdorf gesucht werden. „Das ist jetzt sicher einfacher als vor sechs Jahren, da wir viel Erfahrung gewinnen konnten und genau wissen, was auf uns zukommt“, sagt TVB-GF Gernot Riedel. Man werde sich umgehend auf die Suche nach einer neuen Strecke machen. Dabei gilt es sowohl die Wünsche der Teilnehmer als auch der Grundbesitzer zu berücksichtigen. „Wir haben schon ein paar Strecken im Auge, aber hier wollen wir erst die Gespräche mit den Grundeigentümern suchen“, betont Riedel. Klar ist für ihn aber, dass auch der neue Veranstaltungsort 25.000 Euro jährlich zum Event beitragen muss. „Nach der Absage aus Oberndorf sind positive Signale aus den anderen Orten gekommen“, sagt Riedel. Er ist überzeugt, bis zum nächsten Jahr eine neue Strecke zu haben.

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