Rechnung lag im Online-Postfach: Ärger in Tirol über Flut an Exekutionen

Erst als der Gerichtsvollzieher drohte, fiel der Fehler auf. Zahlreiche Touristiker stehen vor einer Exekution ihrer Tourismusabgaben. Die Rechnung lag in einem Online-Postfach, von dem viele gar nichts wussten.

Früher kam der Bescheid per Brief, jetzt läuft alles über ein elektronisches Postfach.
© Reichle

Von Matthias Reichle

Paznaun, Innsbruck – „Mir war es zunächst ein bisschen peinlich. Ich hab’ den Betrag dann sofort überwiesen“, gesteht eine Paznauner Touristikerin. Die Unternehmerin, die anonym bleiben möchte, hat im Juli einen Exekutionsbeschluss vom Bezirksgericht Landeck zugestellt bekommen. Es ging um eine nicht bezahlte Nachforderung bei der Tourismusabgabe. Sie wunderte sich noch, dass sie „nie eine Rechnung und eine Mahnung bekommen“ hatte. Stattdessen drohte plötzlich die Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher. Und das ist nicht nur unangenehm – sondern kam auch teuer. „Zunächst dachte ich, mir ist beides durch die Lappen gegangen“, betont sie. Inzwischen ist die Scham dem Ärger gewichen.

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