Mutters will klimaneutralen Gewerbepark

Mutters – Von einer „wegweisenden Entscheidung für den Klimaschutz“ sprechen die Mutterer Grünen: Ihr Antrag, einen klimaneutralen Gewerbepark Mutters-Gärberbach als politische Zielsetzung zu definieren, wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mit deutlicher Mehrheit angenommen.

„Der Gewerbepark hat konkretes Potenzial, in absehbarer Zeit ohne fossile Energieträger auszukommen. Ein wesentlicher Teil der Gebäude wird schon jetzt in einem regionalen Kreislauf klimaneutral mit zwei Hackschnitzelanlagen beheizt“, meint der grüne Gemeinderat Johannes Fritz.

Allerdings plane die Tigas, das Gewerbegebiet von Mutters aus an die Erdgas-Fernleitung anzuschließen, kritisiert Fritz. Der Anschluss solle besonders den vermehrten Bedarf an Prozesswärme eines im Gewebegebiet ansässigen Unternehmens decken. Dieses Projekt sei von der Mutterer Gemeindeführung bislang unterstützt worden, zur Standortsicherung der heimischen Unternehmen und als Voraussetzung für weitere Betriebsansiedlungen. Auch auf Landesebene werde das Ansinnen befürwortet. Laut Auskunft von LHStv. Josef Geisler (ÖVP) sei im industriellen Bereich der Einsatz von Erdgas im Moment noch notwendig.

Diese Argumentation kann Fritz nicht nachvollziehen: Das Land habe sich mit der „Vision Tirol2050 energieautonom“ zum Ziel gesetzt, bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern zu sein. „Die Neuerschließung eines Gewerbeparks mit Erdgas geht in die genau gegensätzliche Richtung.“ Die Mehrheit für seinen Antrag verstehe er als klares Signal an die Landespolitik: „Der Gewerbepark soll klimaneutral werden – diese projektierte Erdgasleitung darf nicht kommen.“ (TT)

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