Ehefrau in Kössen mit Hundeleine erdrosselt: Prozess fixiert

Ein 55-Jähriger soll im Februar seine Ehefrau getötet und im Keller abgelegt haben. Der Mann muss sich am 22. September vor Gericht verantworten.

Die Tote hatte in ihrem Haus fünf Tage im Keller gelegen.
© ZOOM.TIROL

Innsbruck, Kössen – Im Februar hatten Arbeitskollegen eines Unterländers dessen Ehefrau tot im Keller des ehelichen Einfamilienhauses entdeckt. Ganze fünf Tage hatte die erdrosselte 52-Jährige dort gelegen. Die Umstände des Falls sind für die Staatsanwaltschaft nun klar. Nach Erhebung einer Mordanklage gegen den 55-Jährigen wurde nun am Landesgericht auch ein Termin für das Schwurgerichtsverfahren anberaumt: Der Prozess wird am 22. September stattfinden, wie das Landesgericht der TT gestern bestätigte. Dem Unterländer wird vorgeworfen, seine Ehefrau mit einer Hundeleine erdrosselt zu haben. Der 55-Jährige hat sich dazu laut Staatsanwaltschaft geständig gezeigt und ist seither in Untersuchungshaft.

Nach den Ergebnisses des Ermittlungsverfahrens dürfte die Tat am Ende eines längerfristigen partnerschaftlichen Konfliktes wegen der schwierigen finanziellen Situation gestanden sein. Der Mann musste als Alleinverdiener mit dem knappen Einkommen im Rahmen der kinderlosen Ehe für sich und seine Frau sorgen und zuletzt drohte der Verlust des gemeinsamen Hauses. Am Abend des 7. Februar sei es aber einfach zum Streit darüber gekommen, wer mit dem Hund spazieren gehen soll. Beim gegenseitigen Zerren an der Hundeleine sei die Ehefrau über die Kellertreppe gestürzt. Daraufhin habe der Mann ihr die Leine um den Hals gelegt und sie erdrosselt.

Der Angeklagte war zur Tatzeit alkoholisiert aber zurechnungsfähig. Im Fall eines Schuldspruches droht lebenslange Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung. (fell)

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