Das lange Warten hat ein Ende: Im ganzen Tiroler Unterhaus rollt der Ball wieder

Das Tiroler Fußball-Unterhaus nimmt nach 260 Tagen Pause von der Hypo Tirol Liga abwärts wieder Fahrt auf. Der Favorit in Tirols höchster Spielklasse heißt Silz/Mötz.

Ein Novum – in Söll wird der alte Platz gerade abgetragen und es entsteht der erste Kunstrasen-Platz mit Kork-Granulat.
© www.muehlanger.at

Von Matthias Bucher

G wie glanzvoll: Schaut man auf die Transfers der „Gladiatoren“, lässt sich zu Recht behaupten, dass die SPG Silz/Mötz der glanzvollste Tiroler-Liga-Verein ist. Mit Ertugrul Yildirim und Clemens Walch konnte man sich Spieler mit Erfahrungen im Profifußball sichern. Neo-Trainer Helmut Kraft konnte bereits zwei Klubs in die erste Bundesliga führen, darunter auch der FC Wacker Tirol in der Saison 03/04. Im TFV-Cup­schlager trifft man kommenden Dienstag auf Kematen.

T wie Titelaspirant: Glaubt man den Meinungen der Trainer, zählen auch die Sportvereine aus Fügen, Kematen, Innsbruck und Kirchbichl sowie der SC Kundl zu den Mannschaften, die um die vorderen Plätze mitspielen und das „Star-Ensemble“ ärgern könnten.

A wie Abstiegskandidaten: Weil in Zirl mit neun Minuspunkten (Aufstiegsverzicht) in die Saison gestartet wird, ist der ehemalige Regionalligist als potenzieller Absteiger zu handeln. Auch das erklärte Saisonziel ist laut Trainer Wolfgang Kleissl der Nichtabstieg. Genauso gefährlich wird es für die Union. Die Landeshauptstädter konnten in der abgebrochenen Saison nur sieben Zähler einfahren und verweilten auf dem letzten Tabellenplatz. Punktegleich mit den Innsbruckern stand der FC Söll. Die Unterländer „verstärkten“ sich nur mit eigenen U18-Spielern und setzen weiterhin auf Trainer Georg „Schurlie“ Kirchmair.

E wie Eigenbau: Auch der SV Kematen setzt auf sein­e letztjährige Mannschaft. Neu in der Mannschaft sind mit Oscar Classen, Alexander Fagschlunger und Co. nur Eigenbau-Spieler, welche allesam­t die Nachwuchsmannschaften durchliefen. In der südlich vom Inn gelegenen Gemeinde macht man dies nicht aus rein finanziellen Gründen. „Unser Ziel ist es, so weit vorne wie möglich zu sein und die jungen Spieler an den Erwachsenenfußball heranzuführen“, so Trainer Christoph Aschenwald. Auch in St. Johann verstärkte sich die Tiroler-Liga-Mannschaft mit U18-Eigenbau-Spielern. Was Trainer Roland Springinsfeld als Saisonziel ausgab: „Wir wollen viele junge Spieler in die Mannschaft integrieren.“

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Ü wie Überraschungseier: Die Überraschungseier der Tiroler Liga sind mit Völs, Zams und Natters schnell gefunden. Drei Vereine, die über reichlich Qualität verfügen und immer für eine Überraschung nach oben und unten gut sind. In der engen „Chairman Arena“ in Natters ist es beispielsweise für jede Mannschaft schwer zu spielen, wie auch die Top-Teams der Liga bereits zu spüren bekamen.

T wie Tabellen-Mittelfeld: Mannschaften wie Mils, Volders (mit Star-Coach Michi Streiter) und Ebbs, die in der abgebrochenen Saison im Liga-Mittelfeld standen, dürften sich wieder dort ansiedeln.

S wie Sperre: Über SPG Innsbruck-West-Trainer Sladi Pejic wurde nach dem beleidigenden „Schmäh-Video“ gegen TFV-Präsident Josef Geisler und Trainerkollege Akif Güclü eine viermonatige Funktionssperre ausgesprochen. Der Landesligist wird im Herbst von Co-Trainer Martin Staudacher betreut. Die SPG setzte ein Zeichen und verlängerte mit Pejic auch für die Saison 2021/22. (TT)


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