Österreich verhängt Reisewarnung für Spaniens Festland

Nach nicht einmal zwei Monaten ist es mit der Reisefreiheit nach Spanien wieder vorbei. Wie das Außenministerium der APA am Donnerstag mitteilte, gilt ab Montag 0.00 Uhr eine partielle Reisewarnung für das beliebte Urlaubsland. Ausgenommen seien lediglich die Balearen und Kanaren. Vom spanischen Festland nach Österreich Einreisende brauchen ab Montag einen negativen SARS-CoV2-Test.

„Reisende, die sich momentan auf dem spanischen Festland aufhalten oder durch das spanische Festland zurückreisen, müssen aufgrund der bevorstehenden Novellierung der Verordnung des Gesundheitsministeriums beachten, dass ab Montag, 10. August, bei der Rückkehr nach Österreich ein negativer Test auf SARS-CoV2 vorgelegt werden muss“, hieß es aus dem Außenministerium.

Anders als im benachbarten Deutschland müssen zurückkehrende österreichische Urlauber solche Tests aber selbst bezahlen. Deutschland bietet schon seit der Vorwoche an Grenzen und Flughäfen kostenlose und freiwillige Tests für Rückreisende an. Ab diesem Samstag gilt in Deutschland eine Testpflicht für alle jene Personen, die aus Risikogebieten zurückkehren. Dazu gehören auch drei nordspanische Regionen, darunter Katalonien.

Wie es aus dem Außenministerium hieß, werde die partielle Reisewarnung (Stufe 5) für Spanien „aufgrund der epidemiologischen Entwicklungen“ im Zusammenhang mit dem Coronavirus ausgesprochen. Auf der Iberischen Halbinsel sind demnach alle spanischen Provinzen betroffen. Es werde ausdrücklich vor Reisen auf Spaniens Festland gewarnt, hieß es. Keine Reisewarnung wurde vorerst für die Balearischen Inseln (u.a. Mallorca, Menorca und Ibiza) sowie die Kanarischen Inseln (u.a. Teneriffa, Fuerteventura und Gran Canaria) verhängt.

Spanien zählt in Europa zu den am stärksten von der Coronakrise betroffenen Ländern. Laut Johns Hopkins Universität wurden bisher knapp 306.000 Coronafälle bestätigt, fast 28.500 Personen sind mit oder an dem Virus gestorben.

Eine Reisewarnung (Sicherheitsstufe 6) gilt derzeit aufgrund der globalen Ausbreitung des Coronavirus für 31 Staaten: Neben den EU-Ländern Portugal, Schweden, Bulgarien und Rumänien sind dies Ägypten, Albanien, Bangladesch, Weißrussland (Belarus), Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, Iran, Kosovo, Mexiko, Montenegro, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, Peru, Philippinen, die Republik Moldau ,Russland, Senegal, Serbien, Südafrika, die Türkei, die Ukraine und die USA. Außerdem gibt es eine partielle Reisewarnung für die chinesische Provinz Hubei. Weltweit gilt weiterhin zumindest der Reisehinweis der Stufe 4 („Hohes Sicherheitsrisiko“), von nicht unbedingt notwendigen Reisen wird abgeraten.

Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Spanien hatte das deutsche Auswärtige Amt bereits Ende Juli vor touristischen Reisen in drei Regionen Spaniens gewarnt. Betroffen von der formellen Reisewarnung sind dem deutschen Außenamt zufolge Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra, nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren. Das britische Außenministerium hatte eine für das spanische Festland geltende Reisewarnung ebenfalls Ende Juli auch auf die Balearen und Kanaren ausgeweitet.


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