Geberkonferenz für Libanon am Sonntag

Die internationale Geberkonferenz für den Libanon findet nach Angaben der französischen Regierung am Sonntagnachmittag statt. Das Präsidialamt in Paris teilte am Samstag mit, die von Frankreich und der UNO organisierte Videokonferenz, bei der Spenden für die humanitäre Nothilfe im Libanon gesammelt werden sollen, werde am Sonntag um 14.00 Uhr beginnen.

Am Dienstag hatten zwei gewaltige Explosionen die libanesische Hauptstadt Beirut erschüttert. Nach Angaben der Behörden wurden dabei mehr als 150 Menschen getötet und mehr als 5.000 verletzt. Mehr als 60 Menschen werden noch vermisst.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war am Donnerstag nach Beirut gereist und hatte sich als erster ausländischer Staatschef ein Bild von den Zerstörungen gemacht. Bei seinem Besuch kündigte er die internationale Geberkonferenz an.

Am Freitag sagte US-Präsident Donald Trump seine Teilnahme zu. „Alle wollen helfen“, schrieb er nach einem Telefonat mit Macron im Onlinedienst Twitter. Für die EU werden Ratspräsident Charles Michel und der Kommissar für humanitäre Hilfe, Janez Lenarcic, an der Videokonferenz teilnehmen.

Trump sicherte dem Libanon bereits direkte Hilfe zu. Er habe dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun gesagt, drei große US-Flugzeuge seien auf dem Weg nach Beirut, twitterte Trump am Freitag. Die Flieger hätten Medizinausrüstung, Nahrung, Wasser sowie Rettungskräfte an Bord, ließ Trump wissen. Laut US-Behördenangaben werden die Hilfen einen Wert von mehr als 15 Millionen Dollar haben. Mit den Medikamenten und sonstigen medizinischen Gütern könnten bis zu 60.000 Personen drei Monate versorgt werden.


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