Mindestens elf Tote bei Hochhausbrand in Tschechien

Bei einem Brand in einem Hochhaus im Osten Tschechiens sind mindestens elf Menschen gestorben. Unter den Toten seien auch drei Kinder, so ein Sprecher der Feuerwehr. Das Feuer war am Nachmittag in einer Wohnung im 11. Stock des 13-stöckigen Plattenbaus in der Stadt Bohumin (Oderberg) an der Grenze zu Polen ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Es griff auf die darüberliegenden Stockwerke über.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot und mehreren Drehleitern vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Zur Ursache des Brandes konnten noch keine Angaben gemacht werden. „Es finden intensive Ermittlungen zu den Umständen und Ursachen dieses tragischen Ereignisses statt“, teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Mit elf Toten ist es die schlimmste Brandkatastrophe in der Geschichte des Landes seit dem Jahr 1990.

Augenzeugen berichteten tschechischen Medien, dass verzweifelte Menschen bei der Flucht vor Rauch und Flammen aus dem Fenster gesprungen seien. Die Feuerwehr bestätigte dies später. „Ich habe zwei Menschen auf der Fensterbank sitzen sehen, die gebrannt haben. Dann ist einer von ihnen gesprungen - weiter konnte ich nicht mehr zusehen“, sagte eine Frau der Onlineausgabe der Zeitung „Pravo“. Ein Kriseninterventionsteam sollte sich um die Zeugen kümmern.

Bohumin liegt knapp 300 Kilometer östlich von Prag und hat knapp 21.000 Einwohner. Die Industriestadt ist ein bedeutender Bahnknotenpunkt


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