Albertina-Direktor Schröder fordert mehr finanzielle Mittel

Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder bekräftigt seine Forderung nach einer Erhöhung der Basisdotierung für sein Haus. Es brauche „einen gerechten Verteilungsschlüssel“, sagte er im Interview mit dem „Kurier“. Wenn die Regierung bei der Budgetrede im Herbst nicht ausreichend hohe Mittel für 2021 in Aussicht stelle, müsse er Mitarbeiter kündigen.

„Ich kann nicht 34 Mitarbeiter für die Kunstvermittlung und zwölf Mitarbeiter im Shop haben, wenn es statt einer Million nur 300.000 Besucher geben dürfte“, so Schröder. Die Deckungsvorsorge des Museums werde bis Ende des Jahres aufgebraucht sein. Ein Gradmesser dafür, wie hoch die Einnahmeverluste heuer wirklich ausfallen werde, werde die Ausstellung „Van Gogh, Cezanne, Matisse. Die Sammlung Hahnloser“, die ab Ende August gezeigt wird, sein.

„Wenn der Zulauf nicht groß sein sollte, müssen wir uns die Frage stellen, ob wir teure Ausstellungen wie ‚Munch und die Folgen‘, die ab 18. Februar zu sehen sein soll, oder ‚Modigliani - Picasso. Revolution des Primitivismus‘ im Herbst 2021 finanzieren können“, sagte Schröder.

Verzichten könne man auf das Theater bis die Krise vorbei ist, findet Schröder. „Ich kann diesen Satz nicht nachvollziehen: ‚Wir bestehen auf unser Recht, Theater zu spielen, weil es ein Lebensmittel ist.‘ Ich habe einen anderen Begriff von Lebensmittel, einen handfesteren: Es sollen lieber mehr Menschen leben können - und wir kommen jetzt einmal ohne Theater aus.“

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