Stadt prüft Neubau oder Zubau: Eltern beklagen Platznot in Volksschule Arzl

Die Stadt Innsbruck prüft derzeit eine Neubau- sowie eine Zubau-Variante. Schnelle Lösung gibt es keine.

(Symbolbild)
© Rachlé

Von Denise Daum

Innsbruck – Von „unzumutbaren Zuständen“ berichten besorgte Eltern aus Arzl. In der Volksschule, dem Tagesheim und auch im Kindergarten, die gemeinsam am Standort Framsweg untergebracht sind, herrsche ein massives Platzproblem. Es gebe zu wenig Räume für die Nachmittagsbetreuung sowie den Mittagstisch, den sich Kindergarten- und Volksschulkinder teilen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Anmeldungen. Die Eltern befürchten, dass die größeren Kinder aufgrund der gestaffelten Essenszeiten erst zwischen 13 und 14.30 Uhr mittagessen können. In einem Elternbrief stellen die Vertreterinnen des Elternvereins klar, dass sie deshalb bereits mehrfach mit der Stadt Innsbruck Kontakt aufgenommen haben. „Leider mussten wir feststellen, dass nicht überall dort die Dringlichkeit des Problems angekommen ist“, heißt es in dem Schreiben.

Derzeit werden Unterstützungserklärungen gesammelt, für die „Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung in angemessenem Ausmaß sowie angemessene Essenszeiten“ für das bevorstehende Schuljahr.

„Wir arbeiten an einer Lösung, um Volksschule und Kindergarten am aktuellen Standort zu halten.“ Franz Danler
 (IIG-Geschäftsführer)
© IIG

Die zuständige Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ) betont, dass die Problematik sehr wohl bekannt sei und auch ernst genommen werde. „Eine Pop-up-Lösung können wir nicht bieten. Das wissen die Eltern auch“, so Mayr. Es brauche eine größere Lösung. „Im Kindergarten haben wir derzeit vier Gruppen mit 80 Plätzen, wir brauchen aber sechs Gruppen für 120 Kinder.“ Zudem müsse das Tagesheim ausgebaut und die Volksschule saniert werden. Laut Mayr werden derzeit zwei Varianten geprüft: ein Kindergarten-Neubau beim Friedhof in Arzl – dann könnten die freigewordenen Räume am Standort Framsweg für die Volksschule adaptiert werden. Oder ein Ausbau am aktuellen Standort – „das wäre meine favorisierte Lösung“, betont Mayr.

Franz Danler, Chef der Innsbrucker Immobiliengesellschaft IIG, bestätigt gegenüber der TT, dass die IIG mit Hochdruck an dem Problem dran sei. „Wir arbeiten gerade an einem Lösungsvorschlag, um die Volksschule und den Kindergarten am derzeitigen Standort halten zu können.“ Die IIG werde in Kürze einen konkreten Vorschlag präsentieren können.


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