Nach Angriff im Niger: Ausnahmezustand ausgeweitet

Nach einem Angriff im Niger mit acht Toten ist der Ausnahmezustand auf die gesamte Region im Westen des Landes ausgeweitet worden. Zudem sei beschlossen worden, den Zugang zu dem Naturpark, in dem die sechs Franzosen und zwei Nigrer getötet wurden, auszusetzen, hieß es in Tweets des Präsidentenbüros in der Nacht auf Dienstag.

Zuvor hatte der nationale Sicherheitsrat unter der Aufsicht von Präsident Mahamadou Issoufou getagt. „Alle Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sind mobilisiert, um diese Verbrecher zu finden und vor Gericht zu stellen“, hieß es. Bisher herrschte wegen der Terrorgefahr bereits in Teilen der Region Tillaberi im Westen sowie in der Region Diffa im Südosten des Landes ein Ausnahmezustand.

Die acht Menschen waren am Sonntag von unbekannten Angreifern bei Koure in der Region Tillaberi getötet worden. Sieben davon waren Mitarbeiter von ACTED, wie die französische Hilfsorganisation mitteilte. Allerdings war die Gruppe wahrscheinlich touristisch unterwegs. Koure ist bekannt für seltene Westafrikanische Giraffen und galt bisher als relativ sicher. Präsident Issoufou sprach von einem Terrorakt, französische Anti-Terror-Ermittler hätten eine Untersuchung begonnen.

In der Sahelregion - ein Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche Terrorgruppen aktiv. Einige von ihnen haben dem Terrornetzwerk Al-Kaida oder dem „Islamischen Staat“ (IS) die Treue geschworen.

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