Fructose-Intoleranz: Täglich eine Überdosis Fruchtzucker

Jeder Dritte in der Bevölkerung verträgt keinen Fruchtzucker – und weiß es oft gar nicht. Die Symptome sind diffus und lästig. Dennoch plädiert Experte Maximilian Ledochowski für Gelassenheit.

Wie der Name sagt, enthalten süße Früchte (Obst) und Säfte viel Fruchtzucker. Eine hohle Handvoll pro Tag ist genug.
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Bei Symptomen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, morgendlicher Übelkeit, Schwindel, Schüttelfrost, Blähungen, Durchfall oder schmierigem Stuhl, aber auch bei Verstopfung, ist es naheliegend, dass eine Fruchtzucker-Intoleranz dahintersteckt.

Vor allem, wenn die Beschwerden wiederholt nach dem Essen auftreten, bei Frauen auch kurz vor und nach der Monatsblutung. „Man sollte dann als Ers­tes an Fructose-Intoleranz denken, weil sie die häufigste Ursache für diese Symp­tome ist. Ein Drittel der Bevölkerung ist betroffen. Manche fühlen sich nach dem Essen auch wie benommen oder wie betrunken“, schildert Maximilian Ledochowski, Facharzt für Innere Medizin in Innsbruck.

Auch bei Dörrobst sollte nicht mehr als eine Handvoll täglich verzehrt werden. Bei Light-Produkten jeglicher Art wird Traubenzucker durch Fruchtzucker ersetzt.
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Er befasst sich bereits seit den 1980er-Jahren intensiv mit Nahrungsmittel-Intoleranzen. „Damals hat man den Stellenwert der Ernährung für die Gesundheit noch unterschätzt, heute ist es ein Hype und er wird überschätzt.“ Daher schickt er voraus, dass eine Fructose-Intoleranz zwar unangenehm ist und sogar in eine Depression münden könne, aber: „Man kann nicht daran sterben.“

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