Biden wählte offenbar Kandidatin für Vizepräsidentschaft

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat einem Fernsehsender zufolge seine Kandidatin für das Amt des Vize-Präsidenten ausgewählt. Der Demokrat habe seine engsten Berater über die Entscheidung informiert, berichtete CNN am Dienstag. Möglicherweise werde diese noch im Laufe des Tages öffentlich gemacht.

Die „New York Times“ berichtete, Biden werde in Kürze seine Wahl bekanntgeben. Eine mit den Plänen vertraute Person hatte der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, die Entscheidung könne diese Woche fallen. Biden sagte zuletzt, mit einer Frau als „running mate“ bei der Präsidentenwahl am 3. November antreten zu wollen.

Weniger als eine Woche vor dem Beginn des Nominierungsparteitages wurde weiter darüber spekuliert, wen Biden im Fall eines Wahlsiegs zu seiner Stellvertreterin machen wird. Im Gespräch waren unter anderem die Senatorinnen Kamala Harris, Tammy Duckworth und Elizabeth Warren, die ebenfalls als Rednerinnen beim Parteitag angekündigt sind. Die ehemalige Nationale Sicherheitsberaterin der Obama-Regierung, Susan Rice, und die Kongressabgeordnete Karen Bass, die ebenfalls als Favoritinnen gelten, stehen hingegen nicht auf dem Programm.

Bei dem virtuellen Parteitag sind zum Auftakt am Montag etwa Reden von der früheren First Lady Michelle Obama, Ex-Präsidentschaftsbewerber und Senator Bernie Sanders sowie den Gouverneuren New Yorks, Andrew Cuomo, und Michigans, Gretchen Whitmer, geplant.

Am Mittwoch soll Ex-Präsident Barack Obama zu Wort kommen, unter dem Biden Vizepräsident war. Biden soll am Donnerstag - dem letzten Tag des Parteitags - seine Nominierungsrede halten. Auf dem Programm stehen auch der ehemalige Präsident Bill Clinton und seine Frau, die Ex-Außenministerin Hillary Clinton.

Wegen der Corona-Pandemie hatten die Demokraten ihre ursprüngliche Planung für den Parteitag umgeworfen. Er findet nun weitgehend online statt. Zum eigentlichen Veranstaltungsort in Milwaukee (Wisconsin) wird auch Biden nicht reisen. Wo er und die anderen Redner sprechen werden, war zunächst unklar. Der Nominierungsparteitag steht unter dem Motto: „Uniting America“ („Amerika vereinen“).


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