Zillertaler Naturpark fördert artenreiche Waldränder

Der vielfältige Wald der „Glocke“ in Finkenberg soll gepflegt und verbessert werden.
© Naturpark Zillertaler/Muigg

Finkenberg – Sie gilt als ein Naturjuwel und soll künftig noch bunter werden. Die Rede ist vom geschützten Landschaftsteil „die Glocke“ in Finkenberg.

„Wir wollen den Zustand dieses Biotops dauerhaft verbessern. Dabei soll der Laubwald durch die Entnahme von Fichten und das Pflanzen von Laubgehölzen gefördert und artenreiche Waldränder angelegt werden“, erklärt Willi Seifert, GF des Hochgebirgsnaturparks Zillertal. Das Markenzeichen der „Glocke“ sind die Sommer- und Winterlinden sowie der Buchenbestand. Diese Bäume werden jedoch immer mehr verdrängt. „Daher soll nun die Linde gezielt gefördert werden, um diesen einzigartigen Waldtyp für die Zukunft zu erhalten“, sagt Naturparkbetreuerin Katharina Weiskopf. Unterstützt wird das Naturschutzprojekt von der Rewe-Stiftung „Blühendes Österreich“ mit 10.500 Euro.

Im Juni wurden erste Maßnahmen gesetzt und das Drüsige Springkraut dort bekämpft. Ein wichtiger Teil des Projektes ist die Einbindung der örtlichen Schulen im Rahmen der Umweltbildung. „Ein besonderer Moment dürfte auch die Pferderückung im Herbst werden. So etwas sieht man heutzutage kaum noch“, sagt Weiskopf. Dabei transportiert ein speziell ausgebildetes Pferd Bäume naturschonend aus dem Wald. Im Frühling 2021 dürfen die Schüler helfen, Laubbäume und Sträucher zu setzen. (TT, emf)

TT-ePaper gratis testen und eine von fünf Snow Cards Tirol gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Kommentieren


Schlagworte