Generationswechsel am Pitztaler Gletscher

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Hans Rubatscher (Mitte) mit den neuen Geschäftsführern Franz Wackernell (l.) und Beate Rubatscher-Larcher (r.) am „Dach Tirols“, dem Pitztaler Gletscher.
© Pitztaler Gletscherbahn

St. Leonhard i. P. – Andeutungen gab es in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder. Am gestrigen Freitag wurde es allerdings offiziell: Gletscherski-Pionier Hans Rubatscher übergibt die Geschäftsführung am Pitztaler Gletscher an seine Tochter Beate Rubatscher-Larcher und Franz Wackernell. Damit geht eine Ära am Dach Tirols, wie das Gebiet rund um die Wildspitze genannt wird, zu Ende.

Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre war Rubatscher maßgeblich an der Erschließung des Skigebietes Pitztaler Gletscher beteiligt. Im Dezember 1983 gingen die Anlagen erstmals in Betrieb. Seither hat sich die Pitztaler Gletscherbahn in über drei Jahrzehnten zu einem touristischen Motor des Pitztales entwickelt und ist heute mit rund 100 Dauerarbeitsplätzen größte Arbeitgeberin in der Region.

„Hans Rubatscher hat in seiner Kindheit das damals noch karge Leben in den Tiroler Gebirgstälern selbst miterlebt. Er hat früh erfahren, dass Bauernhöfen in den Grenzzonen der Siedlungen meist nur das Existenzminimum zum Überleben blieb und daher auch immer mehr bäuerliche Betriebe in Extremlagen aufgegeben wurden, was wiederum zu einer Bevölkerungsabwanderung führte“, würdigen Franz Wackernell und Beate Rubatscher-Larcher. „Er war stets davon überzeugt, dass nur mit Hilfe des Tourismus die Besiedelung ­­­– vor allem in den hinteren Tälern unseres Landes – aufrechterhalten werden kann.“

Das neue Führungsteam sieht sich in der Verantwortung, zu einem funktionierenden Tourismus im Pitztal beizutragen. „Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit unserem Team die Pitztaler Gletscherbahn für die Region und die kommenden Generationen weiterzuentwickeln.“ Hauptgeschäftsführer Franz Wackernell wird sich um die technischen Agenden kümmern. Beate Rubatscher-Larcher übernimmt das Marketing und die Unternehmensentwicklung.

Das Projekt Gletscherzusammenschluss mit dem Ötztal ist derzeit ruhend gestellt. (TT)


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