Aus für den Bauernmarkt am Innsbrucker Marktplatz

Im Spätsommer 2019 waren die Wogen um die Markthalle hochgegangen – inklusive Geschäftsführerwechsel. Willi wollte damals zur Aufwertung unter anderem einen Wochenmarkt etablieren.
© Facebook/Bauernmarkt am Inn

Innsbruck – Eine einfache Nachricht auf Facebook besiegelte am Donnerstag das Ende des Bauernmarkts am Inn. Dabei hieß es: „Heute werden wir euch zum letzten Mal auf unserem kleinen Markt begrüßen dürfen. Nach fast einem Jahr ist es uns leider nicht gelungen den Markt erfolgreich aufzubauen. Wir, die verbliebenen vier Produzentinnen und Produzenten, haben uns nun entschlossen den Markt mit Ende August zu beenden.“

Das Ende wird ein Anfang sein. Ein neuerlicher Anfang der Diskussion um die Bespielung des Marktplatzes. Das Ende ist auch ein Eingeständnis. Jenes, dass das von BM Georg Willi vor einem Jahr propagierte Konzept so nicht funktioniert hat. Im Spätsommer 2019 waren die Wogen um die Markthalle hochgegangen – inklusive Geschäftsführerwechsel. Willi wollte damals zur Aufwertung unter anderem einen Wochenmarkt etablieren. Am Donnerstag fand dieses Projekt ein Ende.

Willi ist zuständig für die städtischen Beteiligungen und hat hier das letzte Wort. Politisch zuständig für die Märkte ist dagegen ÖVP-Vizebürgermeister Hannes Anzengruber, der den Donnerstags-Termin am Marktplatz stets kritisch sah. Das jetzige Ende findet er schade. Der Versuch sei gescheitert.

„Wir brauchen hier einen qualitätsvollen, regionalen Markt, der kontinuierlich stattfindet und auch die Markthalle einbindet“, sagt Anzengruber. Für entsprechende Vorbilder, etwa den Naschmarkt in Wien, müsse man nicht weit blicken.

Kritik kommt auch von GR Gerald Depaoli (GI), der ein weiteres Projekt des Bürgermeisters, der derzeit im Urlaub weilt, gescheitert sieht.

Für Diskussionen rund um den Marktplatz ist somit weiterhin gesorgt. Auch andere Märkte und Veranstaltungen stehen hier bekanntlich in der Diskussion. (TT, mw)


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