IKG verhinderte nach Einzelfällen Cluster in Synagogen

Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) hat die Entstehung von Coronaclustern verhindern können, nachdem infizierte Personen mehrere Synagogen besucht hatten. Zurückzuführen sei der Erfolg auf die Sicherheitsmaßnahmen, wie die bestehende Maskenpflicht in den Gebetshäusern, hieß es gegenüber der APA. Der Wiener Stadttempel war nach dem Bekanntwerden eines Falls für zehn Tage gesperrt worden.

In sechs Wiener Synagogen habe sich jeweils ein Gemeindemitglied aufgehalten, das im Nachhinein positiv getestet wurde. Zum Teil habe die selbe Person mehrere Häuser zum Gebet besucht, berichtete die Kultusgemeinde. Dennoch seien danach keine Ansteckungen weiterer Personen festgestellt worden. In einigen Synagogen sei nach Bekanntwerden des positiven Falls sämtliche Gottesdienstbesucher getestet worden, wobei keine Ansteckung festgestellt wurde.

Für die Kultusgemeinde ist das Verhindern eines Clusters die Bestätigung für die internen Sicherheitsvorschriften in den Synagogen. „Die Entwicklung belegt, wie wichtig das Tragen von Schutzmasken in geschlossenen Räumen, das Abstandhalten und regelmäßiges Händewaschen bzw. -desinfizieren ist“, sagte Präsident Oskar Deutsch am Freitag zur APA. Nachdem sich Gemeindemitglieder im Juli in privatem Rahmen infiziert hatten, besteht wieder Maskenpflicht in den Gebetshäusern.

„Als Gemeinde können wir natürlich keine Welle verhindern, aber wir möchten dazu beitragen, die Bildung von Clustern in unserem Wirkungsbereich zu verhindern. Das ist bisher ganz gelungen und es ist der Verdienst eines jeden einzelnen, der sich an die Regeln hält“, so Deutsch. Aufgrund der eigenen Erfahrungen könne man allen Menschen in Österreich nahelegen, Schutzmasken bei Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen zu tragen und physisch Distanz zu halten. „So können wir alle Leben retten.“

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