BM von Navis: „Wegen des Wolfs haben die Leute Angst, hierher zu kommen“

(Symbolbild)
© Ralph Frank

Innsbruck, Navis – Binnen weniger Tage wurden in Navis und Schmirn mehrere gerissene Weidetiere entdeckt. Und obwohl die Behörden noch nicht eindeutig bestimmen konnten, welchem Tier sie zum Opfer fielen, ist für die Menschen in der Region und darüber hinaus klar: Es kann nur ein Wolf gewesen sein.

„Wir haben schon Absagen von Touristen bekommen“, sagt der Bürgermeister von Navis, Lukas Peer. „Wegen des Wolfs haben die Leute Angst, nach Navis zu kommen.“ Für die Gemeinde fatal, meint Peer. „Wir verkaufen uns als Tal der Almen.“ Da allerdings 300 Meter oberhalb eines beliebten Hütten-Wanderweges jetzt mehrere Schafe und ein Widder gerissen wurden, seien diese Marketing-Strategie und ein wichtiger Wirtschaftszweig des Ortes ernsthaft in Gefahr. „Derzeit wird überlegt, die Tiere frühzeitig ins Tal zu treiben.“

Peer hat ein Positionspapier ausgearbeitet, welches er gestern im Gemeindehaus von Navis präsentierte. Mit Bauern und Touristikern aus der Gemeinde und dem gesamten Wipptal fordert er eine rasche Lösung der Wolfs-Problematik. (bfk)


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