Bayern wollen nach 8:2 gegen Barca „ganz oben stehen“

Nach dem atemberaubenden 8:2 gegen den FC Barcelona im Viertelfinale der Champions League ist es keine Überraschung, dass Bayern-Trainer Hansi Flick nun offensiv den Titel als Ziel formuliert. „Jetzt geht es darum, das sacken zu lassen und uns dann auf das nächste Spiel so vorzubereiten, um das, was wir wollen, auch zu schaffen: Ganz oben zu stehen“, verkündete Flick nach der Gala der Deutschen.

„Das ist ein hartes Stück Arbeit“, mahnte Flick aber auch mit dem Blick auf die letzten zwei Triple-Schritte im Halbfinale gegen Manchester City oder Olympique Lyon und in einem in Reichweite gerückten deutschen Endspiel gegen RB Leipzig. Die Bullen treffen im ersten Halbfinale auf Paris Saint-Germain.

Die Demontage und Demütigung von Barca mit einem frustriert vom Platz schlurfenden Weltstar Lionel Messi stimmte die galaktischen Gewinner „sehr euphorisch“, wie Leon Goretzka sagte. Acht Tore gegen die Katalanen, das nannten selbst die Torschützen Thomas Müller (2) und Joshua Kimmich „unbegreiflich“. Ivan Perisic, Serge Gnabry, Robert Lewandowski und der eingewechselte Barca-Leihspieler Philippe Coutinho (2) komplettierten den Eintrag in die Geschichtsbücher. „Es war ein Genuss, den Jungs beim Spielen zuzuschauen“, schwärmte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Auf der Tribüne jubelten die Bosse.

„Wir haben wirklich mit einem brutalen Fokus gespielt“, erklärte Kimmich. Es gab kein Bayern-Erbarmen mit Barcelona. „Wir haben immer weitergemacht“, sagte Goalie Manuel Neuer zur Mentalität dieses Bayern-Teams um Abwehrchef David Alaba. Die zwei Gegentreffer - eines unterlief Alaba ins eigene Tor - störten da nicht groß. „Nach so einem Spiel kann man das Positive herausheben“, sagte Flick. Er blickte schon voraus auf das Wochenende: „Es geht nun darum, Kräfte zu sammeln für das Halbfinale.“ Das steht am kommenden Mittwoch an.

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Bei Barcelona dürfte das „historische Begräbnis“, wie spanische Medien schrieben, Konsequenzen haben. Trainer Quique Setien ahnt, dass seine Zeit nach nur sechs Monaten im Amt schon wieder enden könnte. „Natürlich minimieren sich die Chancen für mich“, sagte Setien und seufzte: „Wir haben uns überrollt gesehen von einer sehr guten Mannschaft.“ Möglicherweise vom kommenden Champions-League-Sieger?


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