Für Bucks, Clippers und Lakers zählt nur der NBA-Titel

Nach dem Dynastieende der Golden State Warriors, die fünf Mal en suite das Finale erreicht und drei Titel (2015, 2017 und 2018) gewonnen haben, starten die Play-offs der National Basketball Association (NBA) ab Montag (19.30 MESZ) gleich mit drei Topfavoriten: Für die Milwaukee Bucks, die Los Angeles Lakers und deren Stadtrivalen Clippers wäre alles andere als der NBA-Triumph eine Enttäuschung.

Während die vom Liga-“MVP“ (wertvollsten Spieler) Giannis Antetokounmpo angeführten Bucks mit Orlando Magic ebenso wie die Clippers, die mit Kawhi Leonard den „Finals MVP“ des Vorjahres in ihren Reihen haben, mit den Dallas Mavericks in der ersten „best of seven“-Serie keinerlei Probleme haben sollten, wartet auf die Lakers und Topstar LeBron James mit den Portland Trail Blazers gleich ein echter Prüfstein in der NBA-Bubble in Orlando. 185 Punkte erzielte Damian Lillard in den jüngsten vier Partien für das Team aus „Stumptown“ und wurde damit seinem Spitznamen „Big Game Dame“ einmal mehr gerecht.

„Wenn wir gesund sind, dann sind wir eines der besten Teams der NBA“, tönte Blazers-Center Jusuf Nurkic in Orlando. Ohne den 2,13 Meter großen Center aus Bosnien-Herzegowina, der sich am 25. März des Vorjahres das Schien- und Wadenbein gebrochen hatte, überraschte Portland bereits 2019 in den NBA-Play-offs, als erst im Western-Conference-Finale gegen die Warriors das Aus kam. Mit Nurkic wollen die Blazers nun ein Jahr später für die ganz große Sensation sorgen und „King James“ bereits in der Auftaktrunde stürzen.

„Es gibt keine Fans, keinen Heimvorteil, da kann alles passieren. Und wir sind bereit für diese Herausforderung“, betonte Lillard, der einstimmig zum MVP der Seeding Games in Orlando gewählt wurde. Dazu kommt, dass die Blazers bisher jedes Match in Orlando wie eine Play-off-Partie angelegt haben und den Druck schon gewohnt sind. „Das war erst der Anfang. Wir wollen jetzt einen richtig tiefen Play-off-Run starten. Wir müssen also genauso weitermachen wie bisher“, forderte Lillard.

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Superstar James hielt sich nach den jüngst durchwachsenen Leistungen der im Westen topgesetzten Lakers, die vor dem Play-off-Start gleich fünf ihrer acht Seeding Games in Orlando verloren, mit großen Ansagen zurück. Doch jeder weiß, dass für den 35-Jährigen und das wohl glamouröseste NBA-Team nur der Titel zählt, mit dem sie bereits zum insgesamt 17. Mal NBA-Champion werden und somit den Rekord des Erzrivalen Boston Celtics einstellen würden.

Die Toronto Raptors haben als Titelverteidiger nach dem Verlust von Kawhi Leonard eine extrem starke Saison gespielt, sieben ihrer acht Bubble-Matches gewonnen und gelten deshalb neuerlich als erster Herausforderer von Grunddurchgangsgewinner Milwaukee im Osten. Im Westen sehen viele Experten die Clippers in der Favoritenrolle, da sie den stärksten Kader haben. Denn neben den All-Stars Leonard und Paul George verfügen sie über das wohl beste von der Bank kommende Duo der Liga: Lou Williams und Montrezl Harrell können mit ihrem gefürchteten „pick and roll“ jede Defensive auseinandernehmen.

„Wir wollen den Titel holen“, stellte deshalb Clippers-Headcoach Doc Rivers noch einmal mehr klar. Der 58-jährige Ex-Profi kennt auch das Erfolgsrezept, um die für den großen Triumph notwendigen 16 Siege in der Postseason zu holen. Schließlich war Rivers Trainer beim bisher letzten Boston-Titel im Jahr 2008. Nun will er die Clippers zum allerersten führen.

NBA-Topscorer James Harden von den Houston Rockets wartet ebenfalls noch auf seinen Premierentitel in der besten Basketball-Liga der Welt. Durch die lange Corona-Zwangspause startet der 30-Jährige mit dem markanten Bart diesmal zwar ausgeruht und in absoluter Topform in die Play-offs. Allerdings fehlt ihm zumindest in den ersten Play-off-Partien sein Co-Star Russell Westbrook, dem eine Oberschenkelblessur zu schaffen macht. Damit muss es vorerst wieder einmal Harden größtenteils allein für die „Rox“ richten.


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