Acht Tote bei bewaffnetem Angriff in Kolumbien

In einem umkämpften Drogenhandelsgebiet im Südwesten Kolumbiens sind acht Menschen von einer bisher nicht identifizierten bewaffneten Gruppe erschossen worden. Den Behörden zufolge ereigneten sich die Morde am Samstagabend in der Provinz Narino nahe der Grenze zu Ecuador. Der kolumbianische Präsident Ivan Duque verurteilte den Angriff. Die Angreifer trugen Sturmhauben und Langstreckenwaffen.

Hochrangige Beamte der Polizei und der Armee seien auf dem Weg in die Region, teilten die Behörden mit. Die Aktivistengruppe Human Rights Watch und die kolumbianischen Menschenrechtsombudsleute verurteilten die Morde ebenfalls.

Der Drogenhandel treibt Kolumbiens jahrzehntelangen internen Konflikt an, bei dem bisher mehr als 260.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben wurden. Die linke Guerillagruppe der Nationalen Befreiungsarmee (ELN), ehemalige Mitglieder der Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC), die ein Friedensabkommen von 2016 ablehnen, sowie kriminelle Gruppen, bestehend aus ehemaligen rechten Paramilitärs und Drogenbanden, sind alle am Menschenhandel beteiligt.

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