Trainingszentrum beim Tivoli: Innsbrucker Bürgermeister trifft auf Wacker-Investor

Am Freitag trifft der Hamburger Wacker-Investor Matthias Siems mit Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi zusammen. Thema: ein Trainingszentrum hinter dem Tivoli. Kosten: zwischen 18 und 24 Millionen Euro.

Die Grünfläche südlich des Tivoli-Stadions würde sich nach Meinung der Wacker-Verantwortlichen für ein Trainingszentrum eignen. Ein Sondierungsgespräch folgt am Freitag.
© Böhm Thomas

Von Florian Madl

Innsbruck – Am Freitag, vier Wochen vor dem sportlichen Saisonstart, kommt es für Zweitligist FC Wacker Innsbruck zum ersten Gipfeltreffen der neuen Fußball-Saison. Der Hamburger Investor Matthias Siems trifft persönlich mit Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi zusammen, um die Umsetzbarkeit eines Trainingszentrums auszuloten. Dabei geht es neben den derzeit bestehenden W1 und W2 (Kunstrasen) um zumindest zwei weitere Plätze sowie ein Funktionsgebäude südlich und westlich des Tivoli-Stadions. In einem Brief an das Stadtoberhaupt hatte der Hamburger seinen Vorschlag bereits unterbreitet, die Kernbotschaft bleibt: Finanzierung gewährleistet – früher sah das anders aus.

„Innsbruck hätte aufgrund der Nähe zum Tivoli Vorteile. Aber Mieming bleibt in der Pole-Position", sagt Wacker-Vorstand Felix Kozubek.
© gepa

„Wir suchen einen verlässlichen und seriösen Partner. Das bereits länger geplante Projekt in Mieming ist bei uns in der Pole-Position, beide Standorte hätten aber ihre Vorteile“, führte Wacker-Vorstandsmitglied Felix Kozubek aus. Vor allem die Lage samt Schulanbindung würde für Innsbruck sprechen, wo neben der Stadt auch ein Landwirt als Eigner auftritt. Zu viel Zeit will man sich jedenfalls nicht lassen: Aus Mieming wartet man noch auf eine Entscheidung, bis Herbst soll eine folgen – hier oder doch dort.

Sowohl die Plateau-Gemeinde als auch die Landeshauptstadt kann sich Kozubek indes nicht als Standort vorstellen: „Derzeit ist es eine Entweder-oder-Entscheidung, die wir treffen.“ Lediglich der Kostenrahmen bleibt der gleiche. Von 18 bis 24 Millionen Euro geht man in beiden Fällen aus.

„Ein Trainingszentrum muss Hand und Fuß haben, es geht um eine langfristige Entscheidung", sagt Elisabeth Mayr, Sportsprecherin der Stadt
© Stadt Innsbruck

Seitens der Stadt äußerte sich Sportsprecherin Elisabeth Mayr abwartend: „Wenn, dann muss ein Trainingszentrum Hand und Fuß haben, es geht um eine langfristige Entscheidung.“ Zuversichtlicher Nachsatz: „Wenn die Grundstücksfrage geklärt ist, kann ich mir durchaus ein oder zwei Plätze vorstellen.“

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Ideen für die Nutzung der Flächen am Paschbergweg gab es zuletzt einige, auch der soziale Wohnbau stellte eine Überlegung dar. Allerdings hieß es schon in der Vergangenheit, dass sich das Areal besonders für eine sportliche Nutzung eignen würde. Auch diesbezüglich gab es schon Ideen, die dem Wacker-Projekt keineswegs entgegenstehen würden: ein Pumptrack für Mountainbiker etwa oder die Errichtung einer Startanlage für die Kunstbahnrodler sind nur zwei davon.

Dass sich die Zentrumslage für Sportbetrieb eignet, wusste schon Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz. Vor Errichtung seiner Fußball- und Eishockey-Akademie in Salzburg-Liefering schwebte ihm vor Jahren ein Standort Innsbruck vor, allerdings versandete das Projekt.

Trainingszentrum

Was spricht aus Wacker-Sicht für Mieming? Arbeitsplätze, Erhöhung der Gemeindeeinnahmen, ein Ansprechpartner (Gemeinde), Ruhe (Ferienregion), Freizeitmöglichkeiten, Fläche architektonisch verfügbar, Resonanz der Gemeinde.

Was spricht aus Wacker-Sicht für Innsbruck? Arbeitsplätze, Gemeindeeinnahmen, alles am Standort, Kommunikationsvorteile, Erreichbarkeit, Durchgängigkeit die Ausbildung an einem Ort, Schul­standort, Stadtteilbelebung, Kooperationsmöglichkeiten, Öffnung für die Bevölkerung.


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