Syrien: US-Koalition liefert sich Gefecht mit Assad-Truppen

US-geführte Koalitionsstreitkräfte haben sich im Nordosten Syriens in einer seltenen Konfrontation ein Feuergefecht mit der Armee von Machthaber Bashar al-Assad geliefert. Wie die Koalition am Montag mitteilte, wurde eine ihrer Patrouillen nach dem Passieren eines Kontrollpunkts regierungstreuer Kräfte von „Individuen in der Nähe des Checkpoints“ beschossen.

Die Koalitionstruppen hätten das Feuer „in Selbstverteidigung“ erwidert. Auf ihrer Seite habe es keine Opfer gegeben. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete hingegen, die regierungstreuen Soldaten hätten die Patrouille blockiert, woraufhin ein „amerikanisches Flugzeug“ einen Luftangriff auf die Straßensperre nahe der Stadt Qamishli (Kamischli) geflogen habe. Die internationale Koalition bestritt einen Luftangriff geflogen zu haben.

Laut Sana wurden bei dem Angriff ein syrischer Soldat getötet und zwei weitere verletzt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von zwei getöteten syrischen Soldaten bei dem Vorfall.

US-geführte Truppen unterstützen im Nordosten des durch einen jahrelangen Bürgerkrieg zerrütteten Landes die von Kurden dominierten Demokratischen Kräfte Syriens. In der Region sind neben Soldaten der Regierung von Machthaber Assad auch russische Soldaten stationiert.

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