Wiener Schubert Theater startet Saison mit „May.Be“

Einen „Perspektivenwechsel“ will das Wiener Schubert Theater in seiner kommenden Saison anbieten: Unter diesem Motto stehen fünf Premieren im Figurentheater an, wobei natürlich die Coronapandemie nicht ausgespart wird. Welche Chancen und Risiken ein „Reset“ nach derart schwerwiegenden Einschnitten bergen kann, fragt etwa das Stück „May.Be - Was sein darf“ von Simon Meusburger.

Dafür wird ab 31. Oktober die aus dem Iran stammende Puppenkünstlerin Nazanin Mehraein ihr Können zeigen. Der Blick über die Grenzen hinaus wird auch mit der zweiten Neuproduktion gewagt: „Go West!“ (Premiere Mitte Dezember) heißt es, wenn Regisseurin Martina Gredler „den Mythen und Legenden des klassischen chinesischen Romans ‚Die Reise nach Westen‘“ nachspürt, wie es in der Ankündigung heißt.

Im neuen Jahr wird es dann zum Fürchten - hoffentlich allerdings nicht aufgrund von Corona, sondern der Gruselkomödie „Theater des Grauens“, in der ab Jänner von Manuela Linshalm und Angelo Konzett Theaterkritiker frei nach Shakespeare ermordet werden. Mehraein begegnet man im März ein weiteres Mal bei der Kooperation mit Kültür Gemma!, für die die iranische Künstlerin das persische Gedicht „The Sparrow Ashi Mashi“ als Figuren- und Objekttheater umsetzen wird. Abgerundet wird der Premierenreigen durch Meusburgers „Meine Wirklichkeiten“, bei dem Kurzgeschichten des amerikanischen Science-Fiction-Autors Philip K. Dick zu einer Zukunftsvision verwoben werden.

Weiters nicht verzichten müssen Puppentheaterfans auf Produktionen wie „Berlin Alexanderplatz“, „Die Welt ist ein Würstelstand“ oder „Paperman“, der nach vier Jahren im Programm Mitte September seine letzten Auftritte absolviert. Aufgrund der Coronabestimmungen kann im Schubert Theater nur die Hälfte der 72 Sitzplätze vergeben werden.

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