Wolfs Jagd bei den British Open

Tirols Profigolferin Christine Wolf hofft ab Donnerstag beim Saison-Höhepunkt auf den Cut.

Die 31-jährige Iglerin Christine Wolf schlägt ab morgen bei den mit 4,5 Millionen US-Dollar dotierten British Open ab.
© gepa

Von Roman Stelzl

Troon – Bei den besten Golferinnen herrscht nach der Corona-Zwangspause derzeit Vollbetrieb: Binnen gut einem Monat stehen gleich fünf Turniere der Ladies European Tour (LET) auf dem Programm. Und gleich der zweite Bewerb ist ab Donnerstag der wichtigste der Saison: die mit 4,5 Millionen US-Dollar dotierten British Open im schottischen Troon.

Mit dabei ist zum vierten Mal in Folge die Tirolerin Christine Wolf. Für die 31-jährige Iglerin vom Olympia Golf Igls sind die Erwartungen vor dem Groß-Event noch gedämpft. „Ich will die Woche einfach genießen und schaue dann, was rauskommt. Das erste Ziel ist der Cut, den habe ich noch nie geschafft“, sagt Wolf, für die ein 86. Platz (2017) bisher das Höchste der Gefühle war.

Der Cut (jene Spieler, die nach zwei Runden im Turnier bleiben) war für Wolf aber auch schon beim LET-Comeback nach über fünf Monaten Corona-Pause ein heikles Thema. Bei den Scottish Open (1,5 Mio. US-Dollar) war die Olympia-Teilnehmerin mit einer starken 70er-Runde (eins unter Par) ins Turnier gestartet. Ehe tags darauf alles danebenging: Mit einer horrenden 81-Runde und damit elf Schlägen mehr rasselte Wolf auf Rang 98 zurück.

„Nach der zweiten Runde war ich richtig enttäuscht. Aber es war cool, wieder mal ein Turnier zu spielen“, ergänzte Wolf, die nach dem Lockdown aufgrund des Coronavirus bereits Mitte April wieder ins Training eingestiegen war. Mit den nationalen Turnieren im Juni (unter anderem Rang drei bei den österreichischen Meisterschaften) hielt sich die Tirolerin in Form, ehe es im August nach Großbritannien ging.

Dort braucht Wolf einen langen Atem. Das schlechte Abschneiden bei den Scottish Open kann schnell vergessen sein, wenn nicht bei den British Open (20. bis 23. August), dann vielleicht eben kommende Woche bei den Czech Open (28. bis 30. August). „Ich mag das eh lieber, wenn mehr Turniere hintereinander sind. Nach den vier Bewerben müssen wir sehen, wie es weitergeht“, zweifelt die LET-Turniersiegerin noch an einer Fortsetzung der Tour, die im November noch nach Dubai und Spanien führen würde.

Was das Spielerische angeht, ist Wolf trotz des mageren Abschneidens in Schottland zufrieden: „Im Moment passt alles gut.“ Nun gilt es das umzusetzen. Am besten gleich beim Saisonhöhepunkt.


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