Trump attackiert Ex-Präsident Obama und Biden als korrupt

US-Präsident Donald Trump hat mit scharfen Worten auf die Kritik der Demokraten zum Auftakt ihres Parteitags im Rennen ums Weiße Haus reagiert. „Die Administration von Obama und Biden war die korrupteste in der Geschichte“, schrieb der Präsident auf Twitter. Dazu gehöre, dass sie sein Wahlkampfteam ausgespäht hätten, was „der größte politische Skandal in der Geschichte unseres Landes“ sei.

Wenige Stunden zuvor hatten die Demokraten am ersten Tag ihres Parteitags, der Obamas Vizepräsidenten Joe Biden diese Woche offiziell als Kandidaten für die Präsidentenwahl im November nominieren soll, Trump heftig kritisiert. So sagte die ehemalige First Lady Michelle Obama: „Donald Trump ist der falsche Präsident für unser Land.“

Trump konterte, jemand müsse Michelle Obama erklären, dass er nur im Weißen Haus sitze, weil ihr Ehemann Barack Obama seinen Job schlecht gemacht habe. „Meine Administration und ich haben die großartigste Wirtschaft in der Geschichte aufgebaut, weltweit, sie dann heruntergefahren, Millionen Leben gerettet, und nun baue ich eine noch großartigere Wirtschaft als zuvor auf“, schrieb Trump.

Trump sieht in den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise nach eigenen Angaben eine Prüfung, die ihm Gott auferlegt habe. Er habe Gott in einem Zwiegespräch gefragt, ob er gute Arbeit geleistet habe, sagte er bei einem Wahlkampfauftritt in Mankato im US-Bundesstaat Minnesota am Montag (Ortszeit), wie die Kathpress berichtete.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Gott habe ihn jedoch für seine Frage gescholten. Trump habe zuvor die „beste Wirtschaft in der Weltgeschichte aufgebaut“; nun müsse er es nach der Krise erneut tun.

Trump fehle die „spirituelle Reife“, kritisierte hingegen die Geschäftsführerin des Netzwerkes „Lobby“ für katholische soziale Gerechtigkeit, Schwester Simone Campbell, nach einem Bericht der Onlinezeitung Huffington Post (Dienstag). Der Präsident scheine nicht zu verstehen, dass er selbst für die Folgen der Coronakrise mitverantwortlich sei.

In einer Umfrage des Pew Research Center von 2018 sagten rund 90 Prozent der Christen in den USA, sie seien mit Gott im Dialog. 35 Prozent geben an, sie erhielten eine göttliche Antwort. Unter Evangelikalen erklärten 45 Prozent, regelmäßig Zwiegespräche mit Gott zu führen.


Kommentieren


Schlagworte