Gefechte in Afghanistan: 13 Sicherheitskräfte getötet

Im Norden Afghanistans sind bei nächtlichen Gefechten mindestens 13 Sicherheitskräfte getötet worden. Bei dem mutmaßlichen Taliban-Angriff auf regierungstreue Milizen in der Provinz Tachar seien vier weitere Männer verwundet worden, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit.

Die Provinz Tachar ist schwer umkämpft; vor einer Woche brannten Unbekannte in der Provinzhauptstadt Taloghan zudem eine große Schule nieder. Trotz geplanter Friedensgespräche der afghanischen Regierung mit den militant-islamistischen Taliban geht der Konflikt im Land brutal weiter. Noch immer ist kein Termin für den Beginn der Verhandlungen in Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar, bekannt. Präsident Ashraf Ghani forderte die Taliban in einer Fernsehansprache am Donnerstag erneut zu einer Reduzierung der Gewalt auf.

Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet, das einen Abzug der internationalen Truppen vorsieht. Im Gegenzug sollen die Taliban garantieren, dass von Afghanistan keine Terrorgefahr ausgeht. Das Abkommen verpflichtete die Taliban auch zu Friedensgesprächen mit der Regierung; dafür war ein Gefangenenaustausch zur Vertrauensbildung vereinbart worden.


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