999 Polen dürfen die ÖSV-Adler in Wisla fliegen sehen

Die ÖSV-Skispringer sind für den Sommer Grand Prix in Wisla gerüstet, während eine Kaffeemaschine die Kombi-Herzen höherschlagen lässt.

Durch Corona trainieren Spezialspringer und Kombinierer (im Bild Lamparter) besonders oft am Bergisel.
© ÖSV/Derganc

Von Benjamin Kiechl

Innsbruck, Wisla – Wenn der Tiroler Andreas Widhölzl am Wochenende erstmals als ÖSV-Cheftrainer bei einem Wettkampf das Freizeichen gibt, wird es eine Premiere unter besonderen Umständen. Zumal es aufgrund der Corona-Krise nur einen einzigen Sommer Grand Prix in Wisla (POL) gibt. Nach der Qualifikation am Freitag (18 Uhr) sind bei den Bewerben am Samstag und Sonntag (17.30 Uhr/live Eurosport) jeweils maximal 999 Fans zugelassen. „Ich bin froh, dass der Sommerbewerb in Wisla stattfinden kann. Nach den vielen Trainingseinheiten ist ein internationaler Vergleich ein wichtiges Zwischenziel“, erklärte Widhölzl.

Gregor Schlierenzauer will sich beim Sommer-Grand Prix in Wisla mit dem neuen Reglement (Anzug, Keile) vertraut machen.
© gepa

Mit dabei ist auch Rekordweltcupsieger Gregor Schlierenzauer. Der 30-Jährige freut sich darauf, „endlich wieder eine Startnummer überstreifen zu dürfen“. Neben dem Zillertaler Philipp Aschenwald komplettiert Clemens Leitner das Tiroler Trio. Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft (Rückenprobleme) lässt den internationalen Vergleichskampf ebenso aus wie Michael Hayböck.

Die insgesamt sieben ÖSV-Athleten mussten sich schon vor der Polen-Anreise einem Coronavirus-Test unterziehen und wohnen diesmal auch nicht im großen Hotel, sondern samt eigenem Koch in einem Appartement. Für die Skispringer ist die Corona-Situation nicht mehr ganz neu, schon bei der „Raw Air“ im Finish der vergangenen Saison hatte man sich vor leeren Stadien gemessen.

ÖSV-Kombinierer: Ohne internationalem Wettkampf müssen die heimischen Kombinierer die Vorbereitung bestreiten. Auch die im September geplanten Heim-Bewerbe in Tschagguns (Vbg.) hat der ÖSV abgesagt. Um Wettkampfspannung aufzubauen, hat Cheftrainer Christoph Eugen den Kaffeecup ins Leben gerufen. „Am Ende der teaminternen Bewerbe bekommt der beste eine Kaffeemaschine“, erzählt Eugen. Nach Ramsau und Bischofshofen kämpften die Athleten gestern in Tirol (Springen am Bergisel, Skirollern in Seefeld) um den Sieg. Im Moment führt der Absamer Lukas Greiderer vor dem Steirer Lukas Klapfer.

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Lukas Greiderer und Lukas Klapfer liefern sich ein Duell um den Kaffeecup.
© ÖSV/Derganc

ÖSV-Langläufer: Zum Duell Routiniers gegen Jungspunde kommt es am Samstag bei der zweiten Station des Pletzer Resorts Sommer Grand Prix der Langläufer in Villach. Der 45-jährige Olympiasieger Christian Hoffmann misst sich auf der 13,3-km-Strecke mit Lokalmatador Tobias Habenicht und Ex-Kombinierer Bernhard Flaschberger. Bei den Damen ist in Abwesenheit von Teresa Stadlober ihre Weltcup-Teamkollegin Lisa Unterweger die große Favoritin.


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