Zangerl: „Swarovski-Plan für Wattens auf den Tisch legen“

Der Swarovski-Jobabbau lässt weiter die Wogen hochgehen. Der Konzern soll laut Firmenchef Buchbauer dann in eine AG umgewandelt werden.
© Thomas Boehm / TT

Wattens – Tirols AK-Chef Erwin Zangerl holt erneut gegen den Jobabbau bei Swarovski in Wattens aus, bei dem bis 2022 1800 der zuletzt 4800 Stellen gestrichen werden. Zangerl wirf der Swarovski-Führung Konzeptlosigkeit vor. Noch immer gebe es aus seine Sicht keine klaren Aussagen über die Zukunft des Kristallkonzerns in Wattens. „Welcher Platz im Konzern, der von der Schweiz aus geführt werden wird, ist Wattens zugedacht?“, fragt Zangerl. Die Belegschaft sei verunsichert, intern werde davon gesprochen, dass „der Karren an die Wand“ gefahren wird, so der AK-Chef. Glaserzeugung bzw. Hüttenbetrieb in Tirol werde nur noch „auf absehbare Zeit“ bleiben, meint er. Für die Produktion stünden Werke in Serbien, Indien, ­Vietnam und Thailand zur Verfügung. Einige Familienmitglieder würden laut Zangerl versuchen, den „Karren“ herumzureißen.

Swarovski-Betriebsrat Ernst Daberto weiß nichts von einem Aus der Glaserzeugung bzw. des Hüttenbetriebs. „Ich gehe davon aus, dass wir auch in Zukunft in Wattens schmelzen und schleifen werden, allerdings wohl nur die Hälfte der bisherigen Menge. Das wurde seitens des Konzerns auch so kommuniziert.“

Zangerl kritisiert, dass bereits vor zwei Jahren wichtige Teile wie Buchhaltung oder Einkauf nach Polen ausgelagert wurden. Vertrieb und Marketing wanderten nun in die Schweiz, wo bereits Finanzen und Administration erledigt würden. Er fordert Swarovski auf, „die Pläne für Wattens auf den Tisch zu legen“. (mas)

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