Ermittlungen zu Tod nach künstlicher Befruchtung

Die Staatsanwaltschaft Wien untersucht den Tod einer 27-jährigen Frau, die Anfang August nach einer künstlichen Befruchtung gestorben ist. Das teilte Behördensprecherin Nina Bussek am Donnerstag auf APA-Anfrage mit. Ermittelt wird wegen fahrlässiger Tötung, wobei sich das Verfahren derzeit gegen unbekannte Täter richtet.

„Eine Obduktion wurde angeordnet“, stellte Bussek fest. Die Anklagebehörde erhofft sich davon Aufschlüsse über die Umstände, die zum Tod der jungen Frau geführt haben.

Aufklärungsbedürftig erscheint vor allem, ob bzw. inwieweit es einen Zusammenhang zwischen dem Ableben der 27-Jährigen und der Entnahme von Eizellen gibt, die im Juni in der Privatklinik Döbling zum Zweck einer künstlichen Befruchtung durchgeführt wurde. Die Klinik schloss einen solchen gegenüber der APA dezidiert aus. Es gebe aus medizinischer Sicht „keinen Zusammenhang zwischen der IVF-Behandlung und dem Tod der Patientin nahezu zwei Monate später“, hieß es in einer Stellungnahme.

Die Klinik geht davon aus, dass die 27-Jährige an den Folgen einer Lungenembolie und nicht - wie von den Angehörigen behauptet - aufgrund einer Blutvergiftung gestorben ist. Bei einem Kontrolltermin Mitte Juli sei die Patientin gesund gewesen.

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Allerdings soll der Wunsch der 27-Jährigen abgelehnt worden sein, zu Spezialisten ins AKH verlegt zu werden, nachdem der Embryo abgestorben war. Den Angehörigen zufolge soll die Frau den toten Embryo einige Tage tot im Bauch getragen haben. Am 19. Juli wurde die junge Frau in die Klinik Floridsdorf eingeliefert, wo sie am 1. August starb.


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