Scheffau schmiedet Pläne für Zufahrtsverbot zum Hintersteinersee

Die Lage rund um die Wildparker am Hintersteinersee eskaliert immer wieder. Straßensperren sind die Folge. Zufahren soll künftig nicht jeder dürfen.

Verbote reichen nicht aus. Durch Wildparker eskaliert die Lage rund um den Hintersteinersee immer wieder. Ein Zufahrtsverbot soll helfen.
© Hrdina

Von Jasmine Hrdina

Scheffau – Bitte auf den Seebus umsteigen! Zum Hintersteinersee kommt man diesen Sommer oft nur noch mit dem öffentlichen Verkehrsmittel. Seit zwei Jahren muss die Gemeinde Scheffau die Straße zum beliebten Gewässer, das auch Ausgangspunkt für viele Touren in den Wilden Kaiser ist, regelmäßig sperren. Künftig könnte die Zufahrt nur noch einem ausgewählten Personenkreis gewährt werden. Man arbeitet an einem Konzept, „um den Individualverkehr einzuschränken“, bestätigt BM Christian Tschugg auf Nachfrage der TT. „Wir hätten vor Jahren nicht gedacht, dass der Punkt einmal erreicht werden kann, aber es ist so.“

Das Problem: Wildparker. Sind die 250 Stellplätze am See-Parkplatz voll, wird kreuz und quer auf den Böschungen und an den Waldrändern geparkt – im Naturschutzgebiet (die TT berichtete). Ein von der Gemeinde engagierter Wachdienst (Kosten 20.000 Euro) kontrolliert streng. Sind alle Plätze belegt, wird die Straße nun gesperrt. „Im Juli und August war das jeden Samstag und Sonntag, zurzeit auch unter der Woche“, erzählt Tschugg von einem nie dagewesenen Besucherandrang.

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