Gratisparken am Samstag: Walser erneuert heftige Kritik an Innsbrucker Grünen

Bis Silvester fallen in den Kurzparkzonen der Innenstadt samstags keine Gebürhen an.
© Thomas Böhm / TT

Innsbruck – Nach dem Sondergemeinderat in Innsbruck, bei dem die probeweise Abschaffung der Parkgebührenpflicht an Samstagen (bis Jahresende) beschlossen wurde, schießt sich Tirols Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser (ÖVP) einmal mehr auf die Grünen in der Stadtregierung ein. Diese stimmten ja gegen die Gebührenaufhebung – und kritisierten die Position der Wirtschaftskammer, die das Gratisparken am Samstag gern dauerhaft verankert sehen würde.

WK-Präsident Christoph Walser rechnet mit Innsbrucks Grünen ab.
© Thomas Boehm / TT

Besonders an der Politik von Mobilitätsstadträtin Vize-BM Uschi Schwarzl (Grüne) lässt Walser kein gutes Haar: Er wirft ihr „nicht nur mangelnde, sondern null Einbindung der Wirtschaft in ihre Entscheidungen“ vor. Gesprächsbereitschaft fehle völlig – etwa was Straßenbaustellen oder jene in der Altstadt angehe. Von der Transparenz, die die Grünen früher so oft eingefordert hätten, sei „nichts zu sehen“ – auch nicht bei der Personalpolitik in der Stadtverwaltung. Dass für eine Parkgebühren-Aussetzung ein Sondergemeinderat einberufen werden musste, „sagt eh schon alles“, so Walser weiter. Zum Glück habe sich hier einmal „eine bürgerliche Mehrheit zusammengefunden“ und die Vernunft gesiegt.

Inhaltlich sieht Walser im Gratisparken am Samstag „eine Einzelmaßnahme von vielen“. Die Wirtschaftskammer habe „keineswegs die Position, dass man überall in der Innenstadt mit dem Auto fahren muss“, Fußgängerzonen wie in der Maria-Theresien-Straße würden gut funktionieren. Aber die Grünen gingen mit „Parkplatzvernichtung“ und ähnlichen Schritten „den völlig falschen Weg“. (md)

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