Im „Europacup“ von Briançon kletterte Schubert aufs Podest

Im vorerst einzigen Kletter-Weltcup der Saison kam der Tiroler Jakob Schubert auf Rang drei. Jessica Pilz (4.) verpasste knapp das Stockerl.

Der Innsbrucker Jakob Schubert kletterte im Vorstiegs-Weltcup gestern auf Rang drei.
© KVÖ/H. Wilhelm

Von Roman Stelzl

Briançon – Die Corona-Pandemie hinterlässt ihre Spuren auch auf der Starterliste für den Kletter-Weltcup von Briançon (FRA): Von den 77 Athleten waren gerade einmal zwei nicht aus Europa – und beide hatten mit dem Sieg nichts zu tun. Heißt also: In Abwesenheit der starken asiatischen und nordamerikanischen Konkurrenz wurde aus dem bisher einzigen bestätigten Weltcup der Saison gestern ein „Europacup“.

© KVÖ/H. Wilhelm

Sei’s drum – es wurde endlich wieder geklettert. Und nach all den Schwierigkeiten der vergangenen Wochen und Monate war bei den Herren fast alles beim Alten. Der Tscheche Adam Ondra meisterte die Route als einziger Athlet ganz und setzte sich vor dem Slowenen Domen Skofic durch. Auf dem dritten Rang tauchte Jakob Schubert auf. Der Innsbrucker war mit Ondra und Skofic in einer eigenen Liga und verpasste nur um wenige Griffe eine bessere Platzierung. Stark auch Mathias Posch: Der 21-jährige Imster stand erstmals im Finale und wurde Sechster.

Bei den Damen lachte eine neue Siegerin vom obersten Stockerl. Die erst 19-jährige Italienerin Laura Rogora gewann nur aufgrund des besseren Halbfinalergebnisses vor Sloweniens Kletter-Star Janja Garnbret. Jessica Pilz schrammte knapp am Podest vorbei. „Von der Fitness her habe ich alles rausgeholt, was möglich war. Mit dem Ergebnis bin ich daher zufrieden“, meinte die 23-jährige Ex-Weltmeisterin. „Es hat ihr wieder spürbar Spaß gemacht, vor Publikum zu klettern. Das Ergebnis geht sicher in Ordnung“, ergänzte KVÖ-Sportdirektor Heiko Wilhelm.

Wie es nun mit der Saison weitergeht, ist unklar. Der Weltcup in Südkorea ist noch nicht fixiert – und auch die EM in Moskau (RUS/20.–29.11.) ist alles andere als sicher.

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