Bär griff Carabiniere im Trentino an

Ein Carabiniere ist am Samstagabend von einem Bären in der Ortschaft Andalo im norditalienische Trentino attackiert worden. Der Militärbedienstete wurde in einem Wald unweit eines Campingplatzes angegriffen. Der verletzte Mann sei nicht in kritischem Zustand, berichtete der Bürgermeister von Andalo, Alberto Perli.

Der Bär wurde eingefangen und in ein mit Strom gesichertes Gehege im Tierpflegezentrum Casteller untergebracht. Das Tier ist zweieinhalb Jahre alt. Braunbären sorgen wieder für Ärger im Trentino. Ein mit der Kennzeichnung M49 bekannter Problembär war im Juni aus dem Tierpflegezentrums Casteller entwichen. Er war am 29. April eingefangen worden.

Das etwa vier Jahre alte Exemplar, das Landwirten und Viehzüchtern beträchtlichen Schaden zugefügt und mehrere Tiere gerissen hatte, konnte schon zum zweiten Mal eine elektrische Barriere überwinden und die Flucht ergreifen. Seitdem wird er in der Region gesucht.

Im Trentino leben rund 90 Bären in freier Wildbahn. Manchmal dringen sie in Wohngebiete ein und attackieren Nutztiere. Im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts waren im Jahr 1999 ein Dutzend Bären aus Slowenien in die Region gebracht und ausgesetzt worden.

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