MotoGP in Spielberg nach Sturz unterbrochen

Eine Woche nach dem Motorrad-GP von Österreich ist am Sonntag in Spielberg auch beim GP der Steiermark das MotoGP-Rennen unterbrochen worden. Der WM-Dritte Maverick Vinales musste bei der Anfahrt auf Kurve 1 wegen eines offensichtlichen Bremsdefektes bei über 200 km/h von seinem Motorrad springen. Dieses schlug danach im Air Fence ein und begann zu brennen. Yamaha-Pilot Vinales blieb unversehrt.

Zuvor hatte der Italiener Marco Bezzecchi das Rennen der Moto2-Klasse in Spielberg gewonnen. Zwar fuhr wie eine Woche davor wieder Jorge Martin als Erster über die Ziellinie, wegen Verlassens der Track Limits in der letzten Runde wurde der Spanier vom KTM-Ajo-Team aber um eine Position zurückversetzt. Pole-Mann Aron Canet schied früh im Rennen nach Sturz aus. In der WM führt weiter Luca Marini (ITA).

„Ich glaube das einfach nicht“, ärgerte sich Martin über die Strafe. „Letzte Woche hat es dort noch gepasst. Schade wegen des Sieges. Ich war super drauf.“ Glückspilz Bezzecchi jubelte über seinen Premierensieg in der Moto2: „Ich bin nicht nahe genug an Jorge heran gekommen. Deshalb wollte ich ihn in einen Fehler treiben. Ich habe auf der Auslaufrunde geweint wie ein kleines Kind.“

Auch beim Steiermark-GP war die zweithöchste Klasse von Unfällen und Stürzen geprägt, Horrorszenen wie vor einer Wochen, als Hafizh Syahrin in ein auf der Strecke liegendes Motorrad gerast und 17 Meter weit geflogen war, blieben aber glücklicherweise aus. Auch Sam Lowes stürzte früh in Kurve 3 und riss dabei zwei Konkurrenten mit. Der Brite fuhr anschließend weiter, stürzte aber nochmals. Danach wurde er mittels Schwarzer Flagge aus dem Rennen genommen. Canet erlitt bei seinem Sturz eine Beinverletzung.

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In der Moto3-Serie feierte Celestino Vietti auf KTM seinen Premierensieg. Der 18-jährige Italiener vom VR46-Team siegte vor Landsmann Tony Arbolino (Honda). Als Fünfter sicherte KTM-Fahrer Albert Arenas (ESP) seine WM-Führung nach sechs Rennen ab. Der aus der letzten Reihe gestartete Österreicher Max Kofler wurde 24. Dabei war dem Oberösterreicher ein ausgezeichneter Start gelungen. Als 29. losgefahren, machte der 20-Jährige in der ersten Runde gleich acht Positionen gut. Dann schaffte Kofler den Anschluss an den ersten Zug aber doch nicht. Acht Runden vor Schluss stürzte er zudem, konnte aber weiterfahren.

„Anfangs hat es gut funktioniert, dann aber hat das Feeling nicht mehr gestimmt. Ich hatte hinten keinen Grip“, erklärte Kofler seine Probleme. Dazu kam ein Longline-Penalty sowie der Sturz. „Der war nicht tragisch, aber unnötig“, ärgerte sich Kofler. „Es war ein Rennen komplett zum Vergessen.“

Fünf Runden vor Schluss musste nach einer Kollision zwischen den KTM-Tech3-Teamkollegen Deniz Öncü von der Strecke getragen werden. Der Türke war im Medical Center aber bei Bewusstsein. In Spielberg gibt es erstmals sogar einen mobilen CT-Scanner direkt an der Rennstrecke.


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