Spital in Rom testet Impfstoff-Test an Menschen

Das auf Infektionskrankheiten spezialisierte römische Krankenhaus Lazzaro Spallanzani hat am Montag begonnen, einen Impfstoff gegen Covid-19 an Menschen zu testen. Dem ersten Freiwilligen wurde die erste Impfstoff-Dosis bereits gespritzt, berichtete die Leitung des Krankenhauses. 3.000 Personen hatten sich als Freiwillige für den Test gemeldet, 90 wurden von den Ärzten ausgewählt.

Sie erhalten für ihre Teilnahme 700 Euro. Der Impfstoff wurde in Italien entwickelt und ist dank einer Vereinbarung entstanden, die die Regierung mit dem Spallanzani-Institut unterzeichnet hatte. Der Impfstoff wurde von der Biotechnologie-Gesellschaft ReiThera mit Sitz in Castelromano bei Rom zusammen mit der Münchner Gesellschaft Leukocare und mit Univercells (Brüssel) entwickelt und patentiert. Die Produktion beginnt nach den Tests.

Der vorbeugende Impfstoff soll die Produktion von Antikörpern und die Aktivität der Immunzellen fördern, hieß es. Die drei Pharmakonzerne beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln, um die Entwicklung einer Vakzine zu beschleunigen. Die Herausforderung sei, Millionen von Dosen im Eiltempo zu produzieren.

In Italien nimmt die Zahl der Infizierten seit einigen Tagen wieder zu. Von Samstag auf Sonntag wurden 1.210 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet, nach 1.071 am Vortag. Sieben Menschen starben von Samstag auf Sonntag nach einer Infektion mit SARS-CoV-2, am Vortag waren es drei gewesen. 35.437 Menschen sind seit Ausbruch der Pandemie am 20. Februar mit oder am Coronavirus in Italien gestorben.


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