Freiwillige Paten im Gartenparadies in Schmirn

Bereits 2003 hat Georg Früh, Besitzer des Gasthofs Olpererblick in Schmirn, ein Stück Feld gepachtet, um dort einen „Alpenkräutergarten“ anzulegen.

Im barrierefreien Alpenblumengarten in Schmirn finden regelmäßig Heilkräuterführungen statt.Foto:
© Beermeister

Schmirn – Bereits 2003 hat Georg Früh, Besitzer des Gasthofs Olpererblick in Schmirn, ein Stück Feld von benachbarten Bauern gepachtet, um dort einen „Alpenkräutergarten“ anzulegen. Aufgrund größerer Bautätigkeiten beim Gasthaus hat die Pflege des kleinen Blumen- und Kräuterparadieses in den letzten beiden Jahren allerdings etwas gelitten. Im heurigen Frühling erfolgte eine Neugestaltung: Der Garten trägt nun den Titel „Alpenblumengarten“ – auch wenn ein Teilbereich weiterhin den Alpen(heil)kräutern gewidmet ist.

Bereits 2018 und 2019 wurde mithilfe von Fördergeldern des Landes ein barrierefreier Rundweg zwischen dem Olpererblick und dem Gärtlein angelegt und im Zuge dessen wurden auch die Gartenwege barrierefrei gestaltet. Der ca. 30-minütige „Alpenblumen-Rundweg“ führt in einer Schleife am Talboden von Schmirn durch die Weiler Toldern und Hochmark.

In der Zeit des heurigen Corona-Lockdowns haben ein paar freiwillige Helfer gemeinsam mit Katrin und Georg Früh dann begonnen, die Beete im Garten von Unkraut zu säubern und die Einfassungen zu erneuern. Mit Unterstützung des TVB Wipptal wurde ein Konzept erstellt und das gesamte Areal in Themenbereiche unterteilt: So entstand ein „Schnapsgartl“ an jener Stelle, wo bereits ein Vogelbeerbaum stand – Meisterwurz und Enzianwurz wurden ebenfalls eingepflanzt. Weitere Bereiche heißen Bauern-, Beeren-, Stoan-, Heilkräuter- und Weihegartl.

In Letzterem sind alle Kräuter und Blumen zu finden, die traditionellerweise in Schmirn am 8. September, dem Fest Mariä Geburt, in der Kirche geweiht werden – und die in den Raunächten rund um Weihnachten fürs „Rachen gian“ verwendet werden. Um der Familie Früh in Zukunft einen Teil der Gartenarbeit abzunehmen, haben 13 Erwachsene und fünf Kinder als Paten die Verantwortung für Teilbereiche übernommen. Diese hegen und pflegen sie mit viel Liebe zum Detail, eigenen Ideen und Pflanzenspenden aus den umliegenden Bauerngärten.

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Übrigens: Kräuterfachfrau Elisabeth Mayr vermittelt bei Führungen im „Alpenblumengarten“ viel Wissenswertes über alpine Heilkräuter, deren Wirkung und Verwendungsmöglichkeiten.

Alle Termine findet man im Internet auf www.kraeuterwissen.eu (TT)


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