Filmemacher David Grissemann verfilmt 20 Imster Sagen

Von der Tarrenzer Salvesenschlucht als Geisterort oder dem Teufel als Roller beim Schemenlaufen: Teile des „Imster Geisterbreviers“ werden verfilmt und entlang des Starkenberger Panoramaweges abrufbar sein.

Die wildromantische Salvesenschlucht war der alte Weg zum Hahntennjoch – und war verwunschen.
© Baumann

Von Alexander Paschinger

Imst, Ehrwald – Es ist schon ein besonderer Sagenschatz, den damals Hermann Spiehs im Imster Geisterbrevier versammelt hat. In knapp 50 Geschichten werden da unheimliche Erzählungen rund um Imst weitergegeben. Wie etwa jene vom Teufel, der einmal in Imst als Roller mit dabei war, weil sich manche nicht an das Larvenverbot nach 18 Uhr gehalten hätten. Oder die Geschichte eines Priesters, der die unerlösten Seelen entlang des Weges durch die verwunschene Salvesenschlucht, der alten Straße über das Hahntennjoc­h, befreite.

Die Filmrechte an den Sagen liegen bei David Grissemann.
© Schnittplatz

20 dieser Sagen werden in den nächsten Monaten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht – indem sie verfilmt werden. Der Imster Filmemacher David Grissemann hat die Filmrechte an den Sagen erworben und wird mit seiner Firma Schnittplatz diese 20 Erzählungen visuell neu verpacken. „Zehn Sagen aus Imst werden für das Museum im Ballhaus und die anderen zehn aus der Umgebung für den TVB Imst gemacht“, erklärt Manuel Flür vom Verein Regio.

Denn das gut 120.000-Euro-Projekt wird auch zu 65 Prozent gefördert. Gerade die Imster Sagen sollen im Ballhaus den Besuchern nahegebracht werden. Das Stadtmarketing hat ebenfalls Interesse: In Imst sollen an den Schauplätzen die jeweiligen Sagen an Säulen mit dem QR-Code abrufbar sein. Der Imst Tourismus wird diese Möglichkeit wiederum entlang des Starkenberger Panoramaweges nutzen, sagt auch TVB-Obmann Hannes Staggl.

Geschichte dokumentarisch erzählt

„In den nächsten Wochen werde ich mit den Dreharbeiten an den Schauplätzen der Sagen beginnen“, sagt Grissemann. Allerdings würden keine Schauspieler zum Einsatz kommen. Vielmehr wird dem Konsumenten die Geschichte dokumentarisch erzählt.

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Der Starkenberger Panoramaweg reicht derzeit von Schloss Landeck bis zum Schloss Fernstein. Der Imster TVB-Obmann Staggl hätte allerdings gerne eine Verlängerung bis nach Ehrwald oder Lermoos, „damit auch Leute ohne Auto den Weg nutzen können“. Ihm schwebt ein Konzept „von Bahnhof zu Bahnhof“ vor. Dazu gab es schon ein erstes Gespräch mit seinem Amtskollegen in der Zugspitz Arena, Theo Zoller.


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