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Selektive Abtreibung: Wo sind all die Mädchen hin?

Abtreibungen von weiblichen Föten sorgen in Asien für einen Buben-Überschuss. Bis 2030 ist von sieben Millionen fehlenden weiblichen Babys die Rede. Ein Phänomen, das auch Europa erreicht hat.

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Symbolfoto.
© imago stock&people

Von Andrea Wieser

Deepa Narayan blickt fest in die Kamera und sagt: „Wir müssen das Schweigen über Indiens Frauen beenden. Das ist unsere einzige Chance.“ Die Sequenz ist aus einem Interview, das die Psychologin und Anthropologin, eine der berühmtesten Frauen des Landes, im Juni gab und im Internet nachzusehen ist. Es geht um die schwache Position der Frauen in der indischen Gesellschaft, um Gewalttätigkeiten bis zum Mord und auch um Schwangerschaften. Denn in Indien ist eine Praxis weit verbreitet, die sich selektive Abtreibung nennt. Beim, auf Englisch, „female foeticide“ werden weibliche Föten abgetrieben, denn das Ziel der Familien sind Söhne.


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