US-Feuerwehr macht Fortschritte gegen Waldbrände

Etwas kühlere Temperaturen nach einer Hitzewelle kommen den über 14.000 Feuerwehrleuten in Kalifornien beim Kampf gegen Waldbrände zur Hilfe. Am Montag machten die Einsatzkräfte gegen 17 Großfeuer in dem US-Westküstenstaat Fortschritte. Das sogenannte LNU-Lightning-Complex-Feuer in der Weinregion Napa Valley nördlich von San Francisco war am Montagabend zu einem Viertel eingedämmt.

Doch der Schaden ist groß - alleine in dieser Region verkohlten die Flammen eine Fläche von mehr als 1.400 Quadratkilometern Land. Noch größer als dieses Feuer war in der jüngeren Geschichte Kaliforniens nur der Mendocino Complex im Jahr 2018, als fast 1.900 Quadratkilometer Land abbrannten.

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom sprach am Montag von „historischen Waldbränden“ in diesem Jahr. Seit Jahresbeginn, aber vor allem seit Mitte August, sind über 7.000 Brände ausgebrochen und haben mehr als 5.600 Quadratkilometer Land verkohlt. Im vorigen Jahr wüteten in dem gleichen Zeitraum knapp 4.300 Feuer auf einer Fläche von 226 Quadratkilometern, erklärte Newsom. Der Staat würde derzeit alle Hilfsmittel einsetzen.

Mindestens sieben Menschen sind seit Beginn der Feuersbrünste am 15. August ums Leben gekommen, darunter auch ein Pilot, der beim Löscheinsatz abstürzte. Mehr als 1.200 Gebäude brannten nach ersten Schätzungen ab. Zehntausende Menschen waren zeitweise auf der Flucht vor den Flammen. Am Montag durften Anrainer in einigen Regionen in ihre Häuser zurückkehren.

Doch eine Entwarnung für den Dürre-geplagten Westküstenstaat gab es noch nicht. US-Meteorologen warnten vor neuen Trockengewittern in den nächsten Tagen mit Blitzeinschlägen und teilweise heftigen Windböen. Die Feuerwehr macht sich in den verbleibenden Sommermonaten auf einen langen Kampf gefasst. „Dies wird ein Marathon sein“, sagte der Feuerwehrchef im Bezirk Santa Clara. „Wir leben quasi in einem Megafeuer-Zeitalter“.


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