Viele Fahrer in Wörgl zu schnell unterwegs: „Sind bei Rasern nicht untätig!“

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(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Wörgl – Maximal 30 km/h schnell dürfen Verkehrsteilnehmer im Ortsgebiet von Wörgl unterwegs sein (mit wenigen Ausnahmen). Dass sich längst nicht jeder daran hält ist bekannt. Vor allem nachts preschen Rowdys durch die Innenstadt – nicht selten sind es organisierte Treffs aus dem Auto-Tuning-Milieu. Nicht einmal die Verkehrsberuhigte Zone in der Bahnhofstraße ist vor den Rasern und Rabauken sicher – die TT berichtete mehrmals.

Beschwerden erreichen die Polizei und auch das Büro von BM Hedi Wechner laufend. Der Schrei der Bürger wird immer lauter, gefordert werden mehr Kontrollen, härtere Strafen und Radarkästen – man mahnt die Stadtpolitik, nicht so lange zuzusehen, bis es erste Todesopfer gibt.

„Wir sind nicht untätig“, wendet sich nun Wörgls Inspektionskommandant Franz Hohlrieder an die Öffentlichkeit. Alleine in den Monaten Juni und Juli habe man zwischen 18 und 22 Uhr mit einer verdeckten mobilen Radarmessung über 100 angezeigte Übertretungen festgestellt. Wobei Hohlrieder relativiert: „Im Vergleich zum Verkehrsaufkommen sind das rund 6,5 – das ist ein niedriger Wert.“

Trotzdem sei man regelmäßig unterwegs, um den Rasern das Handwerk zu legen. Das gestalte sich aber schwierig. „Die meist aus den Regionen Rosenheim, Innsbruck und Imst angereisten Raser sind gut vernetzt, wissen ganz genau, wann und wo Kontrollen von der Polizei durchgeführt werden“, erklärt Hohlrieder. Man wolle daher vermehrt auf Zivilkontrollen setzen. Erste Erfolge zeichnen sich demnach bereits ab. „Die Anzeigen häufen sich, auch jene, die getunte Fahrzeuge betreffen.“

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BM Hedi Wechner kündigt indes an, die Dienstzeiten der Stadtpolizei auszuweiten, um ein Augenmerk auf die Raser legen zu können. Hohlrieder weist darauf hin, dass auch Kufstein zunehmend mit dem Problem konfrontiert sei. Auch dort soll es verstärkte Kontrollen geben. (jazz)


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