Stadträtin Gruber: Schwaz soll Solarenergie ausbauen

Die Schwazer Stadträtin Viktoria Gruber zeigt auf, wo die Stadt mit Sonnenenergie als Vorbild vorangehen könnte.

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Für die Schwazer Stadträtin Viktoria Gruber (Grüne) wird in Sachen erneuerbare Energie in Form von Sonnenenergie zu wenig getan. „Da ist definitiv ein Umdenken notwendig. Es braucht ein Zusammenspiel unterschiedlicher Energieträger. Einer alleine kann keine Wende bewirken“, sagt sie. Das Potenzial in Tirol sei groß und es gebe viele geeignete Flächen.

„In Schwaz hat sich die Zahl der Photovoltaik-Anlagen in den letzten vier Jahren verdoppelt“, sagt Gruber. Doch die Stadtgemeinde habe wenig investiert, dafür mehr Private. „Hier sollte die Stadt nun Gas geben und eine Vorbildfunktion einnehmen“, meint Gruber. Bei Schwimmbad, Feuerwehr und am Dach des Bauhofes gibt es bereits Kollektoren. Doch das sei zu wenig. Gemeinsam mit Energieberater Thomas Haidenberger (Grüne) aus Osttirol hat sie sich die Möglichkeiten für die Stadt Schwaz angesehen.

Sportplatz: „Dort würden sich am Hanak- und am Hauptgebäude des Sportgeländes gleich zwei Plätze für Solarthermie anbieten, um für Warmwasser in den Duschen usw. zu sorgen“, sagt Gruber.

Altersheime: Vor allem beim Neubau des Seniorenheims Weidach solle die Sonnenenergie eine Rolle spielen. „Eine solche Anschaffung macht sich bezahlt. Natürlich muss anfangs in die Technik investiert werden, aber es gibt kaum laufende Kosten“, erklärt Haidenberger, der bei solchen Gebäuden viel Potenzial sieht.

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Kindergärten: Betreuungseinrichtungen, die ganzjährig geführt werden, seien laut Gruber perfekt für Sonnenenergie: „Bei Schulen würde es weniger Sinn machen, da im Sommer das Gebäude leer steht.“ Speichern sei möglich, aber mit hohen Kosten in der Anschaffung verbunden.

Recyclinghof: Die Dachflächen würden sich anbieten. „Die Energie müsste dann ja nicht zwingend für den Recyclinghof genutzt werden, da könnte man Kooperationen schaffen“, sagt sie.

Für Gruber und Haidenberger steht fest, dass es künftig auch mehr gesetzliche Flexibilität in der Tiroler Bauordnung brauche, um vermehrt PV- oder Solaranlagen errichten zu können. „Egal, ob Einfamilienhaus oder Betrieb – es sollte keinen Neubau mehr geben ohne Sonnenenergie“, sagt Haidenberger.


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