Leckgalerie zwischen Zwieselstein und Obergurgl hält bald Muren aus

Die Verstärkung der Leckgalerie zwischen Zwieselstein und Obergurgl ist eine aufwändige Baustelle der Landesstraßenverwaltung.
© BBA Imst/Covini

Sölden, Obergurgl – „Das Wetter ist schön und der Hang stabil“, erklärt der Chef der Sparte Brückenbau im Amt der Landesregierung, Günter Guglberger. Und so laufen die Arbeiten an der Leckgalerie zwischen Zwieselstein und Obergurgl derzeit „entsprechend gut“. Während in der Galerie der Verkehr einspurig und wechselseitig mit vierminütigen Ampelphasen rollt, wird auf dem Dach fleißig gearbeitet. Bis Mitte, Ende November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – Guglberger rechnet mit einer Investition von fünf bis sechs Millionen Euro.

Ende Mai war der Hang oberhalb der Lawinengalerie ins Rutschen gearaten und hatte das Bauwerk schwer beschädigt. Die Folge war eine weitere Sperre für die ohnehin schon durch Corona wochenlang isolierte Bevölkerung von Obergurgl und Hochgurgl. Bis zum 17. Juli konnten die Bauarbeiter die Galerie so weit sichern, dass zumindest die einspurige Befahrbarkeit eingerichtet werden konnte.

Das 360 Meter lange Bauwerk war gegen Lawinen errichtet worden. Künftig muss sie auch einen Hangrutsch wie Ende Mai aushalten können.
© BBA Imst/Covini

Nun muss das 360 Meter lange Bauwerk auf die maximale Belastbarkeit, die ein Hangrutsch mit sich bringen würde, ausgelegt werden. „Das bedeutet, dass sie das drei- bis 4,5-Fache des bisherigen Gewichtes aushalten muss“, erklärt Guglberger. Es wird davon ausgegangen, dass Geröll mit einer Höhe von bis zu sieben Metern auf der Galerie lasten könnte.

Gleichzeitig wird derzeit auch die vorgelagerte und 30 Meter lange Klammgalerie ebenfalls verstärkt. Auch diese war gegen Lawinen errichtet worden. (pascal)


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