Tiroler bei „European Mountain Summit“: „Oldschool“ über die Alpenpässe

Zwei Tiroler fahren bei einer karitativen Rallye bis an die Côte d’Azur. zurück – für Mukoviszidose-Kranke und Männergesundheit

Brechen bald auf: Martin Reiter (l.) und Jakob Scheidnagl (r.) bekommen für die Rallye einen 23 Jahre alten Audi von Benni Wurm (2. v. l.) und Martin Ungericht (Autohaus Strasser) zur Verfügung gestellt.
© Reiter

Reith i. A. – Vier Tage, 1500 Kilometer. Das steht für die beiden „Tiroler Buam“ Martin Reiter und Jakob Scheidnagl Anfang September am Plan. Mit einem 23 Jahre alten Audi wollen sie sich ihren Weg über die höchsten Alpenpässe von München bis Saint Tropez an der Côte d’Azur bahnen – ohne Autobahnen, Navi und GPS. Eben ganz wie „früher“ – daher musste auch ein mindestens 20 Jahre altes Fahrzeug her. So verlangen es die Regeln des „European Mountain Summit“ – einer Rallye, bei der Spenden für den guten Zweck gesammelt werden. Mehr als 3000 Euro konnte das Team bereits lukrieren.

Die gesammelten Spenden wollen Reiter und Scheidnagl dem Tiroler Verein zur Unterstützung von Personen mit Cystischer Fibrose (Mukoviszidose) zukommen lassen, aber auch der Initiative Movember. Diese finanzierte bereits 1250 Projekte für Männergesundheit weltweit. Reiter: „Es gibt viele Männer, denen es nicht so gut geht wie uns: Prostata- und Hodenkrebs, psychische Probleme und Selbstmordgedanken. Dem wollen wir entgegenwirken.“

Am Samstag, 5. September, startet das seit seiner Jugend befreundete Duo im bayerischen Tuntenhausen – stilecht mit Lederhose und Zylinder. Für die Optik gibt es bei der Rallye nämlich Sonderpunkte. „Es gewinnt nämlich nicht das schnellste Team, sondern jenes, das bei diversen Tagesaufgaben am meisten Punkte ergattert“, erklärt Scheidnagl.

Auf ihrem Weg werden die beiden Zwischenberichte und unterhaltsame Videos auf der Facebookseite Tiroler Buam Rallye Team bereitstellen. Sponsoren dürfen sich gerne bei Martin Reiter (Tel. 0676/82828219 oder tyrolerland@gmail.com) melden.

Bereits im Vorjahr bewältigten die Männer das Pothole Rodeo am Balkan und konnten den 2. Platz sowie über 8000 Euro an Spenden für die Sonderschule Mariathal und Kinderheime in Albanien „einfahren“. (jazz)


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