Coronatests bald für Gastro, Camping und Jugendherbergen

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Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat am Donnerstag Coronatests im Tourismus für Gastronomiebetriebe, Campingplätze und Jugendherbergen angekündigt. Die Möglichkeit wird per 1. September geschaffen. Bisher gab es solche staatlich finanzierten Tests nur für Mitarbeiter der Hotellerie. Unterdessen sind in Österreich 328 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden gezählt worden.

„Unser Testangebot für den Beherbergungsbereich hat sich bewährt, daher weiten wir es aus“, so Köstinger. „Ab 1. September können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gastronomiebetrieben, Jugendherbergen und Campingplätzen kostenfrei und regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen.“ Die Ausweitung gilt für alle Betriebe in der gewerblichen Gastronomie.

Unterstützung soll es auch in einem weiteren Bereich geben. Wenn Betriebe in der Gastronomie und Veranstalter bald auf Basis einer Verordnung die Namen und Kontakte ihrer Gäste 28 Tage lang speichern sollen, dann dürfe die Verantwortung dafür nicht bei den Betrieben liegen. „Die Branche hat hierbei meine vollste Unterstützung“, so Köstinger.

Die Unternehmen wehren sich ja vehement dagegen, dafür verantwortlich zu sein, dass die Gäste sich in Listen eintragen und womöglich die Kundschaft auch noch wegschicken zu müssen, wenn sie es nicht oder nur spaßhalber mit Scherznamen Eintragungen tätigt. Wie eine Lösung ausschauen könnte, ließ Köstinger offen. Nur so viel: „Wir haben jetzt den Vorschlag des Gesundheitsministeriums vorliegen, der ist in Begutachtung. Wichtig ist, dass nicht den Unternehmen allein die Verantwortung übertragen wird, das auch zu administrieren.“

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Bürokratisch handle es sich auch um einen enormen Aufwand, vor dem die Betriebe „bestmöglich zu schützen“ seien. Man werde sich am Ende des Begutachtungsprozesses - der ist übrigens am Freitag - „anschauen, was die praktikabelste Lösung ist“, sagte Köstinger. Gastronomie-Obmann Mario Pulker brachte wieder eine etwaige zertifizierte App ins Spiel. Er appellierte ans Gesundheitsministerium von Rudolf Anschober (Grüne), „eine App zu zertifizieren in der die Gäste erhoben werden, wenn sie ein Lokal betreten. Wir wollen keine Zettelwirtschaft und keinen Konflikt mit dem Gast“.

Erneut sind in Österreich mehr als 300 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Innerhalb von 24 Stunden kamen 328 Covid-19-Fälle hinzu. Somit gab es am Donnerstagvormittag österreichweit 3.311 aktive Fälle, geht aus den Daten von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. 145 Menschen befinden sich im Krankenhaus, davon 24 auf Intensivstationen.

Die meisten Neuinfektionen gab es erneut mit 130 in Wien. 60 zusätzliche Fälle verzeichnete Oberösterreich, Tirol 51, die Steiermark 33 und Niederösterreich 28. Drei Bundesländer blieben einstellig - acht Neuinfektionen gab es im Burgenland, fünf in Kärnten und drei in Vorarlberg.


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