Zweiter Bär nach Angriff auf Carabiniere in Trentino gesucht

Nachdem ein Carabiniere am Samstagabend von einem Bären in der Ortschaft Andalo im norditalienischen Trentino attackiert und verletzt worden ist, wird nach einem zweiten Tier gesucht, das laut den Behörden Menschen angreifen könnte. Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti erließ eine Anordnung, mit der der Bär eingefangen werden soll.

Der Bär, der den Carabiniere angegriffen hatte, wurde am Samstag eingefangen worden und befindet sich in einem gesicherten Gehege im Tierpflegezentrum Casteller. Das Tier ist zweieinhalb Jahre alt. Der Militärbedienstete wurde in einem Wald unweit eines Campingplatzes angegriffen. Der Mann kam mit Verletzungen an den Schultern davon. Er konnte sich dank eines Freundes retten, der den Bären mit seinen Schreien und Hilferufen abgelenkt hatte, so dass der Carabiniere flüchten konnte.

Braunbären sorgen wieder für Aufregung im Trentino. Ein mit der Kennzeichnung M49 bekannter Problembär war im Juni aus dem Tierpflegezentrums Casteller ausgebrochen. Er wurde am 29. April wieder reingefangen.

Tierschützer protestierten gegen Fugattis Anordnung, den zweiten Bären in Andalo einzufangen. Im Trentino leben rund 90 Bären in freier Wildbahn. Manchmal dringen sie in Wohngebiete ein und attackieren Nutztiere. Im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts waren im Jahr 1999 ein Dutzend Bären aus Slowenien in die Region gebracht und ausgesetzt worden.

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